Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI

Seine Heiligkeit,
Papst Benedikt XVI.
Santa Sede/Heiliger Stuhl
Città del Vaticano
V – 00120 VATICANO
ITALIA/ITALIEN

Heiliger Vater!

„Wahrheit ohne Liebe macht blind“, sagte der Kardinal Ratzinger. Als Papst bezeichnete er sich als „Sachwalter der Wahrheit“. Umgekehrt läßt sich aber auch sagen „Liebe ohne Wahrheit ist eine blinde Liebe“ die zur Abgötterei führt.
Wahre Liebe ist selbstlos und gerecht.

Um dieser wahren Liebe willen, kann ein „Sachwalter der Wahrheit“ nicht länger zu den ungeheueren politischen Lügen, die das Leben der Völker zerstören, schweigen. Wir brauchen einen reinigenden Prozeß der Wahrheitsfindung, ohne alle Rücksicht auf sogenannte Sachzwänge, ohne alle ängstliche Vorsicht, aus der Einsicht, daß es sonst keinen Weg in eine menschenwürdige Zukunft gibt, auch nicht für die Juden.

Die Würde des Menschen steht auf dem Spiel. Tausendfach wird sie täglich von Politikern und Medien, von Banken und Großkonzernen – für die nur noch die Gewinnmaximierung von Bedeutung ist – mit Füßen getreten. Als eine hohle Phrase findet sie sich zwar noch im Grundgesetz in Artikel 1 aber wer weiß schon, was click here Würde ist? Die Ehre wurde bereits abgeschafft.

Es gab einmal ein Nürnberger Tribunal. Juristen geben längst zu, daß es zu Recht Tribunal hieß, mit Rechtsprechung und Wahrheitsfindung hatte es nichts zu tun. Es wurde nur als Prozeß getarnt. Jetzt sitzen auf der Anklagebank:
Dieses Nürnberger Tribunal und der Holocaust
Der 11. September und der Afghanistan-Krieg
Die Kriegsursachen und die Kriegsschuld im 20. Jahrhundert.

Wenn irgend jemand, dann hat der „Sachwalter der Wahrheit“, der immerhin Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Menschen ist, das Recht und die Verpflichtung im Namen Jesu Christi der Wahrheitsfindung zu dienen.
Ein weiteres Schweigen würde zu Verrat.

Das heißt: Die entgegengesetzten geäußerten Meinungen, die heute jeweils als Wahrheit behauptet werden, bedürfen einer neutralen sachlichen Prüfung, bar aller Vorurteile.

„Der Stellvertreter Christi auf Erden“ muß sein Amt antreten – vielleicht sein Kreuz auf sich nehmen – zum Wohle der Menschheit. Es kann nicht länger gewartet werden, sonst könnte auch dies letzte Bollwerk des christlichen Abendlandes fallen, auf welches zur Zeit verstärkt alle Medienangriffe zielen.

Hochachtungsvoll

Ursula Haverbeck