Die Schande von Lüneburg – Nachgedanken zum dritten Prozeßtag Gröning am 23. April 2015 in Lüneburg

Auf Anregung des NDR-Mitarbeiters, welcher mich im März interviewt hatte, fuhr ich am Mittwoch noch einmal nach Lüneburg, um am frühen Morgen des 23. rechtzeitig vor der Ritterakademie auf den Einlaß zu warten. Es waren wesentlich weniger Interessierte dort versammelt, als am 1. Tag, so daß also die Chance hineinzukommen diesmal gegeben war. Doch kaum war ich vor dem Gebäude angelangt, kam ein älterer Polizeioffizier auf mich zu, stellte sich mir vor, sprach mich mit „Guten Morgen Frau Haverbeck“ an und erklärte, daß ich hier Redeverbot hätte.

Das war wahrscheinlich die Folge der völlig unerwarteten und unvorbereiteten eineinhalbstündigen Möglichkeit für Interviews mit der – man darf schon sagen: Weltpresse – am 21., zu der die lange Wartezeit bis zum Einlaß in den Saal, genutzt werden konnte. Die Presse hatte uns sofort ausfindig gemacht und etwa zu fünft gaben wir abwechselnd die gewünschten Auskünfte. Das sollte unter allen Umständen an diesem 3. Verhandlungstag nun verunmöglicht werden.

Es gelang mir also, nach Personenkontrolle, Abgabe aller Utensilien einschließlich Bleistift und Block in den „Gerichtssaal“ zu gelangen. Das was sich dort zeigte, kann wirklich nicht anders bezeichnet werden, als eine billige Schmierenkomödie zur Selbstdarstellung der wenigen Holocaustüberlebenden und der zahlreichen Familienangehörigen dieser Gruppe von Juden. Zusammenfassend ließe sich formulieren: Die Schande von Lüneburg

Diese Schande offenbarte sich für die unterschiedlichen Teilnehmer auf dreierlei Weise.

1. Für die einen ist es der Angeklagte, der um Vergebung bittend und geständig am Massenmord mitgewirkt zu haben damit seinen Kameraden in den Rücken gefallen sei, was diese ihm zum Vorwurf machen. Obgleich sonst kritisch im Umgang mit den Medien, wurde geglaubt, daß er Gaskammern in Betrieb erlebt hat und an deren Beschickung mitgewirkt habe.

2. Eine andere Gruppe hielt es für eine Schande, daß die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck, jetzt allerdings zur NPD-Holocaustexpertin umfunktioniert (was in keiner Weise zutrifft), angesichts dieser leidenden und in bewegenden Worten die Greuel von Auschwitz schildernden Juden, dabei blieb, daß es keinen Holocaust gegeben habe.

3. Und schließlich äußerte sich drittens die Schande von Lüneburg darin, daß die Vertreter des Rechtslebens mit diesem unwürdigen Schauspiel Ansehen und Berufsehre der deutschen Juristen preisgeben.

Am ersten Tag gelangte ich nicht in den Sitzungssaal. Die rede- und antwortstehenden deutschen Freunde wurden zerniert und erhielten einen Platzverweis. Es wurden umständlich die Personalien aufgenommen, Material beschlagnahmt und dann alle einzeln von zwei Polizisten zu ihren jeweiligen Quartieren oder Autos geleitet. Das ergab wiederum interessante Gespräche mit den sehr aufmerksam zuhörenden jungen Polizisten. Am zweiten Tag, Mittwoch, den 22. April, erhielt ich einen Anruf vom NDR mit der Anregung doch noch einmal nach Lüneburg zu kommen und dafür blieb nur der Donnerstag. Das hieß am Mittwochnachmittag sich dort ein Quartier zu suchen und spätestens ab 17.00 Uhr wieder nach Lüneburg zu fahren. Da die Bahn streikte, blieb wieder nur das Auto übrig.

Mein Eindruck bestätigte sich, daß es sich bei dieser Veranstaltung um den Versuch handelt, die Kommandanturbefehle zu widerlegen, indem nun Zeitzeugen, also zu der Zeit in Auschwitz anwesende Personen berichten sollten, daß sie an der Vergasung von Juden in Auschwitz teilgenommen hätten, es sich also tatsächlich um ein Vernichtungs- und nicht um ein Arbeitslager gehandelt habe. Desgleichen wurde an diesem dritten Verhandlungstage für den aufmerksamen Beobachter sehr deutlich, daß der Angeklagte einer „massiven Behandlung“ unterzogen worden war und um des lieben Friedens willen, und vielleicht auch, weil er nach siebzigjähriger Umerziehung glaubte, wie neunzig Prozent der Bevölkerung, – daß das, was hier in Schule, Medien und Fernsehen bis heute nahezu wöchentlich vorgeführt und gepredigt wird, zutreffend ist.

Auf die Frage, ob der Angeklagte Geld abgezweigt habe zu seiner persönlichen Arbeitserleichterung oder zur Bestechung von NS-Funktionären, zur Beschleunigung seines Versetzungsantrages, erfolgte zunächst nur Ratlosigkeit. Der Angeklagte verstand überhaupt nicht, was gemeint war. Der Richter mußte es ihm zweimal in leicht verständlichem Deutsch erklären.

Dann kam die Antwort: „Nein“. Es schwang etwas Verachtung mit und ich fragte mich, ob der Angeklagte nicht inzwischen schon bereute, daß er zugegeben hatte, selber zu reden.

Ich saß in dem vornehmlich aus jüngeren Menschen bestehenden Publikum. Zwei Plätze an meiner linken Seite waren frei und ein nettes junges Paar setzte sich dort hin. Wir kamen ins Gespräch über die Schwierigkeiten von Gedächtnis und Erinnerung, bis eine vor mir sitzende Frau wutentbrannt und, unterstützt von den anderen um mich herum Sitzenden, über den jungen Mann herfiel, um ihn anzuschreien, das ist doch die Holocaust-Leugnerin Haverbeck, wie können sie mit der reden. Und dann brach eine Schimpfkanonade über die beiden herein, bis sie ganz verdattert erklärten, ja wenn das so ist, dann können wir hier nicht sitzen bleiben, aufstanden und weggingen. Zu mir selber hatte von den Chaoten niemand etwas gesagt. Ich blieb auch bei ihnen sitzen, bis ich genug von den dummdreisten Fragen der Advokaten hatte und zu dem Vertreter vom NDR sagte, ich würde jetzt nach Hause fahren. Er wollte aber nun noch unbedingt das Interview machen. Da ich vor dem Haus Redeverbot hätte, begaben wir uns etwas abseits, wurden aber diskret beschattet von zwei jungen Antifa-Frauen mit Handy am Ohr, die offenbar die Polizei von unserem Weggang benachrichtigten. Das Interview begann mit der Frage, ob ich nun den Angeklagten für einen Lügner hielte. Das war wieder das gleiche Denken, wie bei der Frage im Interview, ob Hitler, wenn der Holocaust nicht stattgefunden hätte, nun kein Verbrecher sei. Ich versuchte noch einmal zu erklären, daß man einen Menschen nicht auf dergleichen festnageln könne. Mir täte der Angeklagte wirklich leid. Die Ankläger wollten ihn irgendeiner Straftat überführen, was aber nicht klappte, da der Angeklagte sich mehr und mehr in Zahlenangaben und Ereignissen verwirrte, was bei einem dreiundneunzigjährigen auch nicht weiter verwunderlich ist.

Nach Absolvierung von etwa Zweidritteln des Interviews kam der Herr Polizeieinsatzleiter mit einem großen Tross von Polizisten, um mich an das Redeverbot zu erinnern. Da ich dies nicht beachtet hätte, bekäme ich jetzt eine Strafanzeige und müsse sofort in Begleitung von zwei Polizisten das Gelände verlassen. Ich legte zwar Einspruch ein, welches den Einsatzleiter jedoch nicht störte, und da ich gerne nach Hause wollte, ließ ich mich nach Verabschiedung von dem Fernsehteam des NDR, von den jungen Polizisten zu meinem Auto geleiten.

Vorgestern – 2008 – wurde die von mir herausgegebene Zeitung „Stimme des Gewissens“ verboten,
Gestern wurde mir ein Redeverbot auf der Straße erteilt.
Morgen oder übermorgen werde ich dann wahrscheinlich selber verboten.
Und das Ganze nennt sich Demokratie, zu deren wichtigster Grundlage die Meinungs- und Pressefreiheit gehört.

An die Freunde und Mitdenker

Nicht nur in Europa, sondern inzwischen auch in der ganzen Welt.
Bitte verstehen Sie, daß ich alleinstehend und ohne großes Büro und Management nicht weiß, wie ich Ihnen allen für Ihren Zuspruch und freundschaftlicher Ermutigung mit Wünschen für meine Gesundheit danken kann. Ich tue das jetzt auf diesem Wege. Das Echo ist wirklich überwältigend und ermutigend. Vielleicht ist es tatsächlich in diesem Jahr zu schaffen, den Paragraphen 130 Strafgesetzbuch zu Fall zu bringen und damit den Holocaust und schließlich auch einen Dritten Weltkrieg, der wie die vorherigen immer von den gleichen Mächten ausgeht.

Danken möchte ich aber vor allem den Wegbereitern in Europa und Übersee, den Forschern, Publizisten und Verlegern, die unbeirrt und unter Inkaufnahme von Schriftverboten, von Prozessen und Gewalttätigkeiten, bis hin zur Existenz- und Familienzerstörung, uns Gegenwärtigen das Material zur Verfügung gestellt haben, das uns die Sicherheit gibt, heute die größte und nachhaltigste Lüge der Geschichte zu entlarven.

Unter diesen Wegbereitern sind auch eine ganze Reihe Juden, verfolgt und geächtet von ihren Glaubensgenossen – wie ich von christlichen Pfarrern. Das zieht sich hin bis zu dem diesjährigen Gröningprozeß.

Eine Auschwitzerlebende – sie wehrte sich, Überlebende zu sein – , die etwa als zehnjähriges Kind nach Auschwitz gebrachte Eva T. Kor, nahm an der Gesprächsrunde von Günter Jauch am Sonntag, dem 26. April, teil. Sie war die einzige, die von der Sinnlosigkeit solcher Gesprächsrunden, in denen fortwährend alte Wunden aufgerissen würden überzeugt war, es käme dem entgegen darauf an, daß Opfer und Täter miteinander sprächen – und sie hätten das längst tun sollen – in diesem Sinne hätte sie Gröning die Hand gegeben und von Vergebung gesprochen. Doch seitdem gilt Eva T. Kor bei den anderen jüdischen Überlebenden, Nebenklägern und Angehörigen von Holocaustüberlebenden als Verräterin, welche ausgegrenzt und beschimpft wird.

Auch über Gröning wird von allen Seiten der Stab gebrochen. Man kann sein Schicksal aber auch ganz anders darstellen: Ein junger Mann, der noch Geschichtskenntnisse besitzt, und weiß, wer Weltkrieg II dem deutschen Volk aufgezwungen hat – es gibt schließlich genügend jüdische Kriegserklärungen – meldet sich freiwillig zur Waffen-SS. Er wird mit 22 Jahren abkommandiert nach Auschwitz und, da er gelernter Bankkaufmann ist, wird ihm die Verwaltung der Gelder übertragen. Er tut dies pflichtbewußt und korrekt.

Nach dem Sieg über Deutschland wird er als ehemaliger Wachmann in Auschwitz verfolgt und angeklagt. Gleichzeitig unterliegt er der Umerziehung und Manipulation wie alle Deutschen ab Kriegsende. Nicht nur die Mehrzahl der Deutschen glaubt, was Sie dadurch erfahren hat, es könnte durchaus sein, daß auch Gröning das glaubt, und deswegen bestimmte Aussagen schon in den achtziger Jahren machte. In diesem Prozeß wurde er mangels Beweisen freigesprochen, bzw. das Verfahren eingestellt.

Er lebte ein ganz normales Leben mit seiner Familie und Kindern und fiel nicht weiter auf, bis der Oberstaatsanwalt Kurt Schrimm von der „Zentralstelle zur Verfolgung von Naziverbrechen“ ihn aufspürte und als hilfreiches Opfer zur Widerlegung der Kommandanturbefehle meinte in einem neuen Prozeß einsetzen zu können.

Auf diesem Hintergrund hat keiner der Holocaustgläubigen oder diesen aus Angst vor dem Paragraphen 130 totschweigenden Deutschen ein Recht, ihm einen Vorwurf zu machen.

„Wer ohne Schuld, werfe den ersten Stein.“

Ursula Haverbeck

Beginnt auch die „Lügenpresse“ nach der Wahrheit zu fragen?

Zu dem Neujahrsempfang am 31. Januar von Hans Püschel in Naumburg war auch ein Redakteur vom NDR aus Hamburg mit seinem Kamerateam angereist. Ich verweigerte bei dieser turbulenten Veranstaltung ein Interview, erklärte aber, daß ich es zu einem anderen Zeitpunkt bereit wäre zu geben. So kam nach telefonischer Absprache Robert Bongen mit Begleitung am 11. März 2015 nach Vlotho.

Es wurde ein etwa vierstündiges Gespräch mit Interview für eine Fernsehsendung.

Der Mitarbeiter des ARD gab zu, daß er zum ersten Mal in Naumburg von mir etwas von den Standort- und Kommandanturbefehlen (Befehlen) sowie der Ersetzung von der Opferzahlen von Auschwitz, durch Abnahme der bisherigen Tafel, und den dann reduzierten Opferzahlen gehört habe.

Robert Bongen recherchierte, fand meine Angaben bestätigt und beschaffte sich aus der Rundfunkbibliothek die Kommandanturbefehle. Er arbeitete sie durch und bat mich, einige von ihm für wesentlich erachtete Stellen im Interview vorzulesen, was ich tat.

Setzt man die Anweisungen zur Behandlung der Häftlinge von Auschwitz in Beziehung zur Behandlung der Deutschen bei der Vertreibung der 15 Millionen, zu den polnischen, tschechischen, russischen, serbischen Konzentrationslagern, sowie zu den Franzosen im Schwarzwald in Freudenstadt, oder bei den Amerikanern auf den Rheinwiesen und den Engländern in Bad Nenndorf, dann hatten es die Häftlinge in Auschwitz verglichen damit, besser, das machen die Befehle überdeutlich.

Ich trug all dasjenige vor, was auch von mir im Internet zu finden ist, ergänzt durch weitere Details, vornehmlich aus jüdischen Aussagen.

Es war insofern ein schwieriges Unterfangen, weil festzustellen war, das ein BRD-Journalist die Geschichtsschreibung der Siegermächte vertritt und – offenbar auch für wahr hält. Jüdische kritische Literatur scheint unbekannt zu sein in diesen Gremien. Ich denke hier an Avraham Burg, Israel Shahak, Gilad Atzmon, Paul Eisen, Geoffrey Alderman usw., was nicht zur Kenntnis genommen wird und offenbar auch nicht, was jüdischerseits den Deutschen zum Vorwurf gemacht wird, so der Bundeskanzlerin, daß sie bei ihrer Rede in der Knesset mit keinem Wort der Leiden der Palästinenser gedacht hätte.

Meine Aussagen, da es sich beim Holocaust um eine der größten und nachhaltigsten Lügen der Weltgeschichte handele, irritierte natürlich, weil durch die jahrzehntelange Manipulation ein festverwurzelter Glaube entstand, welcher auf Gedenkveranstaltungen und durch die Medien immer wieder neue Nahrung erhält, die Bürger doch wissen, daß der Holocaust stattgefunden hat. Würde das nicht aufrecht zu halten sein, müßte die ganze Nachkriegspolitik in Frage gestellt werden, was ja schon bei dem Prozeß von Günther Deckert sich als Konsequenz ergab.

Insistierend erschien mir Robert Bongens wiederholte Frage, ob Hitler dann, wenn der Holocaust nicht stattgefunden hätte, kein Verbrecher sei.

Ich wies darauf hin, daß eine solche festnagelnde Kennzeichnung sowieso nicht statthaft sei. Der Mensch ist immer vielschichtig. So hat Werner Maser in seiner Hitler-Biographie 1971 bereits unterschieden zwischen Hitler der Kampfzeit, dem Hitler der sechs Friedensjahre und dem Hitler der anschließenden sechs Kriegsjahre. Zwei Jahre später, 1973, bezeichnete der Historiker Joachim Fest in seiner Hitler-Biographie diesen folgendermaßen: „Adolf Hitler war für zehn Jahre das Bewegungszentrum der Welt.“

Es ist auch zu unterscheiden zwischen dem Menschen und verbrecherischen Handlungen und auch deren Beurteilung schwank.

Übersehen werden darf auch nicht, daß jeder Mensch Anteil am Göttlichen hat, was zwar verdrängt oder geleugnet werden kann, womit jedoch dann die menschliche Würde in Frage gestellt wird, welche allein durch diese Göttlichkeit gegeben ist. (Art. 1 GG)

Auf meine Zweifel, ob dieses Interview überhaupt gebracht werden könnte im Fernsehen und ob es ihm, falls ja, nicht schaden würde, meinte Bongen, daß er für sich keine Gefährdung sähe, da er ja nur Fragen gestellt habe, gefährlich könnte es höchstens für mich werden. Damit verband er noch einmal die wiederholt gestellte Frage, nach meiner Motivation. Meine Antwort:

„Sie kennen doch sicher Schillers Wallenstein-Drama wo im zweiten Teil das Lied erklingt: ‚Wohl auf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd…‘ die letzten beiden Zeilen dieses Liedes heißen: ‚und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird das euch das Leben gewonnen sein.‘ Und im übrigen hat ein früherer indischer Ministerpräsident, Jawaharlal Nehru, im Hinblick auf die kurden gesagt: ‚Man kann auf Dauer keinem Volk die Freiheit vorenthalten, wenn es bereit ist, den Preis zu zahlen.‘ Es geht also um den Preis, das ist meine Motivation.“

Darauf Robert Bongen: „Das ist ein gutes Schlußwort.“

Wir werden sehen, ob irgendetwas von diesem Interview erscheinen wird und ob das Schlußwort gebracht wird. Wenn das möglich wäre und ein objektives, sachliches Resümee dieses langen Gespräches gebracht würde, dann wäre das ein weiterer Hinweis auf den großen Umbruch, in dem wir uns befinden und dem sich auch die Medien nicht werden entziehen können. Robert Bongen ist zu danken, daß er mit seinen Mitarbeitern die Reise nach Vlotho antrat und dieses lange Gespräch zu führen bereit war.

Bildquelle: pixelio.de / Michael Werner Nickel

„Ein Gespenst geht um in Europa“

Es heißt Holocaust und seine Teufelskralle  ist der Paragraph 130 Strafgesetzbuch.

Ursula_Haverbeck-Wetzel[1]„Hört auf mit dem Holocaust, das kann ich nicht mehr hören“, wird von vielen, gerade jungen Bürgern gesagt.
„In der ganzen Schulzeit hatten wir statt deutscher Geschichte, das Fach Holocaustkunde mit Auflistung aller Kz’s in den verschiedensten Ländern – das war dann Erdkunde, mit Textübungen an den schrecklichen Erinnerungsbüchern der Holocaustüberlebenden – das war Deutschunterricht und emotionsgeladene Vorträge von Überlebenden der „Holocaust-Hölle“ – als Religionsunterricht und schließlich als Krönung des Ganzen eine Besichtigungsfahrt nach Auschwitz, womit die Schuld der Deutschen am größten und unsühnbaren Verbrechen aller Zeiten für uns endlich verbindlich festgeschrieben war. Wir fuhren schuldgebeugt nach Hause und waren ab nun gläubige Holocaustanhänger.“

Die heute Fünfundzwanzigjährigen sind Enkel der Täter, ihre Eltern deren Kinder. Kinder und Kindeskinder haften bis in alle Ewigkeit nach jüdischer Ansicht für dieses größte Verbrechen ihrer Altvorderen.
Außerdem hat die Kanzlerin es doch eindeutig gesagt, daß die Deutschen mit Israelis samt dem Holocaust für alle Zeit zusammengehören.

Liebe Leidtragende, das kostet und kostet: Waffen, Flugzeuge, U-Boote geeignet zur atomaren Aufrüstung, Zugeständnisse aller Art an Israel, Umbenennung von Straßen und Kasernen, weil die bisherigen Namensträger im NS-Staat angepaßt gelebt haben, so z.B. die Rommel -, Udet -, Mölders-Kaserne oder auch die nach der so bedeutenden Balladendichterin, benannte Agnes- Miegel-Straße, oder -Schule. Es werden uns sicher noch viele andere bedeutende Namen aus der Zeit des Dritten Reiches einfallen, die umbenannt werden mußten.

Wir heute Lebenden, gleichgültig ob jung oder alt, haben also bereits zwei gewichtige Belastungen: Den Schuldkomplex und die finanzielle Wiedergutmachung. Dafür werden wir nach Ansicht unserer Feinde fortlaufend zur Verantwortung gezogen. Es ist also naiv, zu sagen, das betreffe einen heute Zwanzigjährigen nicht.

Jetzt kommt aber noch etwas Drittes hinzu, was heute noch lebende Menschen unmittelbar betrifft. Am 21. April findet der erste Prozeßtag gegen einen 93-jährigen Angeklagten statt. Dieser wurde als 21-jähriger SS-Mann für sieben Wochen nach Auschwitz abkommandiert. Dieses ist erst der Auftakt zu weiteren Prozessen. Wir sollten uns ganz deutlich vor Augen halten, die heute Vierundneunzigjährigen waren 1944 etwa 23 Jahre alt. Sie wurden als SS-Angehörige, genau wie Wehrmachtsoldaten und Waffen-SS-Angehörige irgendwohin kommandiert, in diesem Fall eingesetzt in einem Konzentrationslager. Es ging auf das Ende des Krieges zu. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, während seines siebenwöchigen Aufenthaltes in Auschwitz „Beihilfe zum Mord in 300 000 (dreihunderttausend) Fällen“ geleistet zu haben. (Landeszeitung Lüneburg 16.9.2014)

Ob Richter, die solche Anklagen angenommen haben und Staatsanwälte, welche diese Anklagen veranlaßten, nach siebzig Jahren sich ebenfalls vor Gericht verantworten müssen, um dieser ungeheuren und absurden Beschuldigungen willen?

Haben diese Staatsanwälte und Richter jemals ein Verfahren eingeleitet gegen die Bomberpiloten, welche in Hannover oder Dresden Frauen und Kinder in lebendige Fackeln verwandelten oder in Hiroshima zu Schattenrissen an Wänden?

Haben sie je die Verantwortlichen für die Massenvergewaltigung der deutschen Frauen nach dem Krieg zur Rechenschaft gezogen und vor ein Gericht gestellt? Sie haben in unvorstellbarem Ausmaß die Seelen der deutschen Frauen verletzt und zutiefst verwundet.

Sicher sehen die östlichen Völker, wie auch die Moslems, die Frau anders als die Deutschen, für sie sind die Frauen lediglich Besitz, Arbeitssklaven und Lustobjekte. Die germanische Frau hatte jedoch jahrtausendelang eine völlig andere Stellung inne. Deswegen stand auch noch im Krieg im Soldbuch der deutschen Wehrmacht, daß auf Vergewaltigungen die Todesstrafe stünde.

Ich frage mich oft, ob die heutige Verweigerung der Frauen eine Haushalts- und Familienführung sowie die Kindererziehung zu übernehmen, hier ihren Ursprung hat. Solche Verletzungen und Demütigung leben jahrzehntelang – vielleicht noch wesentlich länger – unterschwellig fort und brechen an nicht vorhersehbaren und überraschenden Stellen wieder auf.

Wie können Menschen und Völker zukünftig friedlich und belastbar miteinander leben, wenn nicht auf Wahrheitsfindung basierend, Recht und Gerechtigkeit statt Siegerwillkür einkehren.

Hinderungsgrund für eine Aufarbeitung in der Bundesrepublik ist der Paragraph 130 StGB. Er ist schon halb gefallen, aber er muß gänzlich verschwinden. Das wäre längst geschehen, wenn die denkenden und deutschgesinnten Bürger dies unüberhörbar seit Jahren beim Bundesverfassungsgericht gefordert hätten, das eine solche Entwicklung bereits durch das Wunsiedel-Urteil 2009 eingeleitet hatte, und auch beim Bundesjustizministerium.

Es ist Vorsicht geboten in der Beurteilung des Angeklagten in Lüneburg und ebenso im Hinblick auf den Spiegelartikel aus dem Jahre 2005. Vergleichen wir hiermit den angeführten Artikel der Landeszeitung aus dem September 2014.

Es sieht so aus, als ob dieser Lüneburger-Prozeß – ein Mammutprozeß mit seinen fünfundfünfzig Zeugen und ca. dreißig angesetzten Verhandlungstagen – die «Kommandanturbefehle»*) widerlegen soll. Auschwitz war doch ein Vernichtungslager und es wurden dort doch Millionen Juden vergast. Doch woher kommen plötzlich diese fünfundfünfzig Zeugen, die doch alle ebenfalls Neunzigjährige sein müssen? Das setzt doch sehr, sehr viele Überlebende, die nicht so alt geworden sind, voraus – und das in einem Vernichtungslager?

Der Verteidiger des Angeklagten wurde ermittelt, aber er erklärte am Telefon verärgert; daß er mit Holocaustleugnern nichts zu tun haben wolle und legte einfach den Hörer auf. 1985 mußte der Prozeß gegen den Angeklagten aus Mangel an Beweisen eingestellt werden. Wo sollen dreißig Jahre später nun die Beweise hergekommen sein?
„Seit dem Demjanjuk-Urteil braucht man keine Beweise mehr“, so der Oberstaatsanwalt Kurt Schrimm von der Zentralstelle zur Ermittlung für NS-Verbrechen in Ludwigsburg. (Stuttgarter Zeitung 16. April 2014)

Vorsicht, Vorsicht, wir kennen die Lügen von Katyn, von Wilkomirski von Enric Marco, von Otto Uthgenannt, von Elie Wiesel und, und, und. Zeugen kann man präparieren.
Der Lüneburger Prozeß ist der verzweifelte Versuch, den Holocaust doch noch zu retten.

Eine öffentliche und vorbehaltslose Klärung liegt ebenfalls im Interesse der Juden. Für diese ist es sogar von besonderer Bedeutung, denn Lügen sind das schlechteste Fundament für eine tragende Behausung.
Wir sollten endlich die Aussagen jüdischer Verfasser ernst nehmen, wie den Untertitel eines Buches des langjährigen Knesseth-Sprechers, Avraham Burg:

„Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muß?“ oder auch den jüdischen Historiker Peter Novick, der sein Buch sogar „Nach dem Holocaust“ nennt. Abschließend ein Zitat von Avraham Burg: „Da ich die Gegenwart zugunsten einer besseren Zukunft für meine
Kinder und ihre Freunde verändern will, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dem festgefahrenen Denken und Fühlen der Post-Shoah-
Gegenwart zu stellen, in dem Bemühen, sie zu begreifen, zu verändern und mich verändern zu lassen.“ (a.a.O., Seite 27)

Nur Wirrköpfe und Ignoranten können noch von Antisemitismus oder Rassismus angesichts der angesprochenen, fundamentalen Probleme
sprechen.

*) Standort- und Kommandanturbefehle des Konzentrationslagers Auschwitz 1940-1945, hrsg. im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte von Norbert Frei,Thomas Grotum, Jan Parcer, Sybille Steinbacher und Bernd C. Wagner, München 2000

Bildquelle: pixelio.de / Michael Werner Nickel

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