Neuauflage Rudolf Steiner – Anwalt für Deutschland von Werner Georg Haverbeck

Dank der Initiative und der finanziellen Förderung des Leipziger Freundes Wolfgang Schüler, konnte jetzt eine Neuauflage des Buches von Werner Georg Haverbeck erscheinen.

In einem Nachwort weist Andreas Mohlau auf die von Steiner behandelten unterschiedlichen Bedeutungen und Aufgabenstellungen der Völker und auch der Rassen für die Entwicklung der Menschheit hin. Das verstößt bereits gegen die political correctness denn – so Andreas Mohlau – „es hat sich ein Gleichheitswahn entwickelt, der allein die Benennung von Unterschieden bereits als Rassismus bezeichnet. Nach Steiners Vorstellungen aber sind nicht nur Völker die konstitutionellen Größen der Menschheit, Herder bezeichnete Völker als Gedanken Gottes, Völker haben seiner Ansicht nach in der Menschheitsgeschichte auch bestimmte Beiträge zu leisten, Aufgaben zu erfüllen – jedes Volk hat eine unterschiedliche Mission für eine gemeinsame Menschheitskultur.“

In der „Ode an die Freude“ Friedrich von Schillers heißt es: „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.“ Dort also wo sich die Menschen aus ihren kulturellen und völkischen Kontext heraus entwickelt haben, streben sie einer größeren Idee zu. Sich aus dem Volkstum und der Kultur herauszuentwickeln bedeutet aber nach dem Verständnis Rudolf Steiners, daß man die eigene Mission erst erfüllen muß. Das griechische Leitbild des „Erkenne dich selbst“ muß einer heutigen politischen Klasse, die die eigene Identität fortwährend zu eliminieren versucht ist, wie ein Angriff auf das eigene Selbstverständnis vorkommen. Sie postuliert fortwährend eine Gleichheit zwischen den Wesen und erklärt eine universelle Kultur, die das Gemeinsame zwischen den Kulturen betont. Dabei machen gerade die Unterschiede den Wert des Ganzen aus, daß nur nach einer materialistischen Weltanschauung die Summe seiner Einzelteile ist.

Die Deutschen wurden im letzten Jahrhundert mit zwei großen Weltkriegen konfrontiert. Beide zerrten an der Substanz, territorial, kulturell und ethnisch.
– – – – – – – – – – – –
Nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich, ist eine totale Amerikanisierung der Deutschen Kultur im Rahmen der von den Alliierten planmäßig durchgeführten Umerziehung click here zu beobachten. Die eigene kulturelle Identität wurde von den linken Achtundsechzigern, die heute an allen entscheidenden politischen Stellen sitzen, negiert. Beispielhaft ist der Satz Adornos, nach Auschwitz könne man keine Gedichte mehr schreiben. Wer einem Volk aber die Poesie nimmt, so könnte man bildhaft sagen, zerstört seine Seele. Genau das war die Absicht der Achtundsechziger. Die Bevölkerungszahl Deutschlands geht rapide zurück. Wissenschaftler sprechen schon heute von einem langsamen Sterben des Deutschen Volkes: Abtreibung, Geburtenverweigerung und Einwanderung fremder Völker sind die Zutaten für den herannahenden Volkstod, den der Soziologe Robert Hepp zutreffend als ‚Endlösung der Deutschen Frage’ beschrieben hat. Während die Elite heute schon in großer Zahl Deutschland den Rücken kehrt – 195.000 Deutsche wanderten allein 2008 aus – bemüht sich die verantwortliche Politik um Einwanderung. So zerrt sich die ethnische und kulturelle Substanz Deutschlands mehr und mehr aus.“ Soweit Andreas Molau.

Doch diese Untergangsstimmung ist nicht der Tenor des Buches von Werner Georg Haverbeck. Das letzte Kapitel heißt „Deutsche Wiedergeburt“. Darin wird unter anderem auf die enge Beziehung zwischen Rußland und Deutschland hingewiesen. Haverbeck schildert folgende Begebenheit:

„Daneben muß auf die innige Verbindung zwischen deutscher und russischer Geistigkeit hingewiesen werden, die bis heute besteht. Das gilt auch für das kommunistische Rußland. Wie sonst ist zu verstehen, daß uns bei einem Besuch in Georgien 1983 aus dem Stehreif eine große Laudatio auf Wilhelm von Humboldt von einem Professor vorgetragen wurde, der an einer Übersetzung Humboldts ins Russische arbeitete, die inzwischen gedruckt vorliegt, während seine Kollegin, Germanistin, Fichtes ‚Reden an die Deutsche Nation’ in russisch herausgegeben hatte. Beiden war Rudolf Steiner nicht nur dem Namen nach bekannt.

Inmitten der Kämpfe des Ersten Weltkrieges die Zukunft bedenkend, sagte Rudolf Steiner: ‚Nach dem Osten zu schauen, geziemt den heutigen Menschen Mitteleuropas sehr wohl’.“

Das Buch können Sie bei Frau Margret Nickel, In der Klosterhausbuchhandlung in Lippoldsberg bestellen oder durch jede Buchhandlung beziehen.

Ursula Haverbeck