Rückblick

Ursula_Haverbeck-Wetzel[1]Die erste Dekade des dritten Jahrtausends ist gekennzeichnet durch drei Kriege gegen islamische Staaten: Afghanistan, Irak, Libyen. Weitere Kriegesollen folgen, wenn z.B. Syrien und der Iran auf ihrer Eigenständigkeit beharren sollten. Diese Kriege gehen aus von den USA, und ihre Verbündeten haben zu folgen. Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Westerwelle wagten es, sich der Teilnahme am Kriegsgeschehen zu verweigern und riskierten damit die Freundschaft der USA – so drohten sofort übereinstimmend alle Medien.

„Der menschheitsbeglückende Westen“, der sich immer noch als christlich geprägt versteht, wollte angeblich diesen Ländern Demokratie, Freiheit und Gleichberechtigung für Frauen und für die in diesen Ländern lebenden Minderheiten bringen – so wurde jedenfalls allgemein verkündet. Doch die denkenden Bürger des Westens wußten, daß es um Rohstoffe, insbesondere um das Erdöl ging. Es waren wie zumeist in der Geschichte Wirtschaftskriege, versteckt hinter einer infamen Lüge. Die USA hatten nach dem 11. September 2001 diese Länder und eine Reihe anderer zu Schurkenstaaten erklärt, insbesondere dann, wenn sie ihre Rohstoffvorkommen nationalisieren und ihre unabhängigen Banken behalten wollten. Dadurch entzogen sich diese Länder nämlich der Bevormundung und Ausbeutung durch die großen Industrienationen.

Wenn es sich bei der damaligen Entscheidung im Irakkrieg von Gerhard Schröder auch sicher um wahltaktische Gründe handelte, so macht gerade dies deutlich, daß das deutsche Volk eine Kriegsbeteiligung nicht billigte und ablehnte. Das gilt auch für den kriegerischen Einsatz in Libyen, wo aus dem „Überflugverbot“ ein Bombenterror wurde. Hätte es im Hinblick auf die Beteiligung im Afghanistankrieg eine Volksabstimmung gegeben, so wäre auch damals die Ablehnung der Kriegsteilnahme eindeutig gewesen. Die Regierung – und ich nehme an nicht nur in der Bundesrepublik – drückt in keiner Weise das Bestreben und Wünschen des Volkes aus. Ja, man kann sogar sagen, die Regierung der Bundesrepublik handelt gegen das eigene Volk. Dieses sollten wir immer wieder den überfallenen Völkern deutlich machen. Es ist nicht unsere Regierung, die da in Berlin deutschenfeindlich entscheidet.

Die unterdrückten Völker fragen uns natürlich, aber warum wählt ihr sie denn dann, damit gebt ihr doch zum Ausdruck, daß es eure Regierung ist?

Liebe Landsleute, die Frager haben Recht. Deshalb muß das Wählen dieser Parteien, die immer noch die kriegslüsternen und ausbeuterischen Vertreter der Globalisierer Freunde nennen, ein Ende haben, zumal sie auch nichts anderes verstehen, als Schulden zu machen. Das ist weder Volksvertretung noch Politik.

Nehmen wir uns für das neue Jahr 2012 vor, nicht nur die Dinge zu durchschauen, sondern unseren Erkenntnissen gemäß auch zu handeln. Fragen wir nicht länger, was kommt danach, sondern was ist Recht! Dann können wir mit Goethe hoffen: „Nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen, rufet die Arme der Götter herbei.“