Neue Gerichtstermine für Ursula Haverbeck (2017)

Am 16. Oktober 2017:

Amtsgericht Berlin-Tiergarten (Turmstraße 91, 10559 Berlin)
Beginn ist um 11:00 Uhr
Verfahren wegen Volksverhetzung (§130 StGB)

 

 

Am 23. November 2017:

Landgericht Detmold (Paulinenstraße 46, 32756 Detmold)
Beginn ist um 12:30 Uhr
Berufungsverfahren wegen Volksverhetzung (§130 StGB)

 

 

Bildquelle: Martin-Moritz| pixelio.de

Arnold Höfs – mit über 80 in den Kerker

Artikel von Henry Hafenmeyer

1936 geboren, immer redlich und anständig im Leben, beschäftigt sich Arnold Höfs im Rentenalter mit seiner Vergangenheit. Wie Sie weiter unten (der Blog ist schon älter) ersehen können, musste Arnold Höfs dafür schon 10 Monate in politischer Gesinnungshaft zubringen.

Als anständiger Mensch – nun die Wahrheit im Herzen –  gibt er auch nach seiner Entlassung nicht auf. Deshalb verurteilt ihn die schäbige BRD Justiz wieder zu 10 Monaten Kerker.  Zwar konnte das Urteil in der Berufung abgemildert werden, doch nach abgelehnter Revision bleiben 5 Monate Haft bestehen. Nun geht dieser mutige Kerl also wieder für 5 Monate in Gefangenschaft – läßt seine kranke Frau in der Obhut von Familie, Freunden und Bekannten.

Wo seid Ihr, Ihr mutigen „Patrioten“?   Wo versteckt Ihr Euch wenn 80- jährige in den Kerker wandern um Recht und Wahrheit für Euch und eure Kinder zu fordern?  Es müsste Tausende Briefe an Zeitungen, Medien und Gerichte hageln, in denen ein Volk seinen Unmut darüber zum Ausdruck bringt. Denn auch mit solch einfachen Mitteln kann man den Helfern der Lüge zeigen, daß ihre Zeit bald abgelaufen ist!

Adressen finden Sie überall im Weltnetz oder in den folgenden Dokumenten, die in den kommenden Tagen noch vervollständigt werden.  Sprechen Sie auch andere ältere Menschen an und erzählen ihnen von diesem Fall. Bitte Sie diese auch darum Briefe zu schicken. Gerade Menschen ohne Zugang zum Weltnetz wissen von diesen Schweinereien oft nichts.

Ablehnung der Revision

Stellungnahme an das Gericht vom 8. August 2017

Rückblick und Ausblick

Lebenslauf Arnold Höfs

 

Quelle: Henry Hafenmeyer, Oberhausen

Der Paragraph 130 StGB in den letzten Jahren

Zu dem Paragraphen 130, Volksverhetzung von 2015 – 2017:

Wir haben jetzt lange genug um die Sache herumgeredet. Ein „politischer Schauprozess“ nach dem anderen, fand in diesen zwei Jahren statt. Dazu gehören auch die Prozesse gegen die Vierundneunzigjährigen.

AIl diese Verfahren wegen „Volksverhetzung“ haben nur eins immer deutlicher gemacht: Der Holocaust wird immer fragwürdiger. Das gilt insbesondere für die Prozesse gegen die Vierundneunzigjährigen.

Die anklagenden Staatsanwaltschaften wiederholen sich nur noch und desgleichen die Angeklagten.

Die Richter „erkennen zu Recht“ (?), daß die Angeklagten ins Gefängnis zu schicken sind. Einmal sind es acht, zum anderen zehn und manchmal sogar 30 Monate Gefängnis im Fall Haverbeck, obgleich sie gar nichts erkannt haben. Die Begründung für diese Gefängnisstrafe, welche die Richter zynisch Freiheitsstrafe nennen, besteht lediglich in der Behauptung, der Holocaust sei offenkundig und bedürfe keines Beweises.

Damit entfällt auch eine sachliche Widerlegung der vorgetragenen Argumente der Angeklagten. Aussage steht gegen Aussage, was die Anklage sagt, ist richtig, was der Angeklagte sagt, ist strafbar. Doch gerade die letzteren geben die Beweise mit Quellenangaben für ihre Behauptungen an, was die Staatsanwaltschaften in der Regel nicht tun. Gerade in den Verfahren gegen die Vierundneunzigjährigen haben sie sich nun selber eine Falle gestellt. Bereits in der Ankündigung des Prozesses gegen Oskar Gröning in Lüneburg, heißt es:

„Die Anklage bezieht sich auf den Zeitraum vom 16. Mai bis 11. Juli 1944. In dieser Zeit trafen insgesamt 137 Eisenbahntransporte mit rund 425.000 aus Ungarn deportierten Menschen in Auschwitz-Birkenau ein. Mindestens 300.000 von ihnen wurden laut Anklage in Gaskammern umgebracht.“

Oskar Gröning wird vorgeworfen, als damals Zweiundzwanzigjähriger an der Vergasung von 300.000 Juden mitgewirkt zu haben, obgleich schon in der Zeitung mitgeteilt wird, daß ihm eine persönliche Beteiligung an Verbrechen nicht nachzuweisen sei.

Völlig isoliert von der Gesamtsituation in Mitteleuropa im fünften Kriegsjahr wird das KL Auschwitz behandelt. Im Osten brach bereits die Ostfront unter verlustreichen Kämpfen ein. Im Westen begann am 6. Juni 1944 die Invasion an der Kanal-Küste. Die Wehrmacht hatte alle Hände voll zu tun, um wenigstens das Schlimmste aufzuhalten und Ausrüstungen, Geschütze und auch vor allen Dingen Soldaten an beide Kriegsschauplätze zu transportieren.

Der Amerikaner Prof. Arthur Butz wies schon in seinem Buch „Der Jahrhundertbetrug“, 1976, auf die Absurdität der Behauptung nachgeborener Juristen hin, daß in diesem Sommer, wo jede Lokomotive für Wehrmachttransporte dringend benötigt wurde, die Wehrmacht nichts anderes zu tun gehabt hätte, als zu überlegen, wie sie 425.000 Juden aus Budapest nach Auschwitz transportieren könne, durch die Gebirge der Ostslowakei mit den Beskiden, die schon Hochgebirgscharakter haben. Und dann ein solcher aufwendiger Transport nur, um die Juden nicht in Budapest umzubringen, sondern in Auschwitz zu vergasen. Nicht eine einzige Lokomotive war für ein derartiges Unternehmen von der Wehrmacht abzustellen. Die hatte völlig andere Probleme und überall zu wenig: zu wenig Ressourcen, zu wenig Soldaten, zu wenig Energie, zu wenig Transportmittel, um die vorrückenden Alliierten aufzuhalten.

Was heißt eigentlich Volksverhetzung?

Ich stehe vor einem Rätsel. In allen bisherigen Strafprozessen dieses einen Jahres 2015/2016 wirken Staatsanwälte und Richter wie Automaten, die vorgegebene Texte herunterbeten, um den jeweiligen Angeklagten als schuldig verurteilen zu können.

Auch ich wurde angeklagt wegen Volksverhetzung nach Paragraph 130 Abs. 3, StGB. Es wird mir vorgeworfen, ich sei uneinsichtig. Gleichzeitig heißt es aber auch: „Sie ist eine Überzeugungstäterin.“

Was ist denn meine Überzeugung? Meine Überzeugung – auch die aller anderen Revisionisten – besteht darin, daß wir wissen, daß es den Holocaust so wie von den angeblich Überlebenden geschildert, kaum gegeben haben kann. Wo sind also die sechs Millionen Juden vergast worden? Eine Antwort gab es bislang nicht. Seit siebzig Jahren warten wir vergeblich darauf.

Dennoch werden die Ungläubigen, die dieses singuläre Verbrechen der Deutschen an den Juden nicht einfach glauben können, mit Prozessen überzogen und verurteilt.

Doch es gibt immer mehr kritische Stimmen, die ihre Zweifel anmelden. Das sind keineswegs nur Deutsche. Gerade in den ersten dreiunddreißig Jahren dieser Auseinandersetzung finden wir ebenso Franzosen, Amerikaner und auch Juden, die gründlich forschend nur eine Fehlanzeige melden konnten: Gaskammern, für die Ermordung von Menschen, wurden bisher nie belegt. Für diese ihre Überzeugung wurden und werden sie verfolgt, ihnen werden Prozesse gemacht, in der BRD wurden sie verurteilt, ihre Bücher und Aufsätze wurden verboten, ihre wirtschaftliche Existenz sehr oft an den Rand des Ruins gebracht und nicht selten landeten sie im Gefängnis. Das gilt bis heute. Der Anklagegrund ist immer der Paragraph 130, Volksverhetzung, StGB. Volksverhetzung ist strafbar. Es ist schon erstaunlich, daß dieser Paragraph bei der antivölkischen BRD-Regierung immer noch gilt.

Was heißt denn eigentlich Volksverhetzung und wo und von wem findet sie statt? Volksverhetzung (VV) ist in jedem Fall eine das Volk herabsetzende Äußerung. Es ist, deutlicher gesagt, eine Verunglimpfung des Volkes, es ist auch eine Aufforderung zu Gewalttätigkeit. Diese richtet sich oft gegen die Ordnungshüter des Volkes, gegen die Polizei. Es ist selbstverständlich, daß diese Volksverhetzung strafbar ist.

Damit kommen wir zu der Frage:

Wo tritt Volksverhetzung auf und von wem ist sie zu verantworten? Zunächst schon bei denen, die das Demonstrationsrecht zu Gewalttätigkeiten gegen Andersdenkende mißbrauchen. Sie veranstalten eine sogenannte Gegendemonstration. Diese ist nach dem Grundgesetz überhaupt nicht möglich, da sie nur einen Sinn hat: Die andere Meinung zu unterdrücken, bzw. am besten zu verbieten.

Im ersten Absatz des Paragraphen 130 wird gekennzeichnet, worin Volksverhetzung besteht:

Wer aufstachelt zu Haß und zu Gewaltanwendung, zur Beschimpfung, zu böswilligem Verächtlichmachen, Verleumden des Volkes – so erwarten wir – macht sich strafbar.

Schließlich kann es sich ja nur um das deutsche Volk handeln, in einem Strafgesetzbuch für die Bundesrepublik Deutschland. Wir können ja keine Gesetze erlassen für Nigerianer oder Chinesen, sondern eben für das deutsche Volk.

Wir müssen also folgern, das deutsche Volk darf nicht angegriffen, beleidigt und zu Gewalttätigkeiten aufgestachelt werden. Doch im Text steht nicht das Volk, sondern „Teile der Bevölkerung“ dürfen nicht beleidigt etc. werden. Nun könnte der gutwillige Deutsche ja denken, ach so, damit meinen sie Gruppen wie Pegida oder auch eine Partei wie die AFD, oder einfach Die Rechten. Wieso dürfen die dann tagtäglich in allen Medien verleumdet werden? Es wird sogar ganz offiziell zum Kampf gegen Rechts aufgerufen, den zu unterstützen ein Drittel der beim Kirchentag in Bremen vor einigen Jahren gesammelten Spenden eingesetzt werden sollten. Das war besonders makaber, stand doch der Kirchentag unter dem Motto der Nächstenliebe.

Aber VV drückt sich schon in dem verächtlich machenden Ausdruck „Populismus“ aus. Wer dem Denken und Wünschen des Volkes als Politiker zu entsprechen sucht, gilt heute bei den Herrschenden als gefährlicher Volksverhetzer. Tut dies eine Partei, dann wird sie bekämpft und als verfassungsfeindlich mit Verbotsverfahren bedroht. Wird eine solche Partei – wie in Sachsen-Anhalt bei der Landtagswahl 2016 – zweitgrößte Partei im Lande, dann heißt das nichts anderes, als Millionen Bürger sind der gleichen Meinung wie diese angeblich volksverhetzende Partei. Mit denen, so meinen die „Demokraten“ der anderen Parteien, kann man sich nicht an einen Tisch setzen, denn diese Partei strebt nach Alleinherrschaft, ist also demokratiefeindlich. Und jene selber?

Damit wird der Begriff Volksverhetzung auf den Kopf gestellt. Wir dachten doch bisher immer, daß in einer Demokratie die Stimme des Volkes entscheidend mit einbezogen wird, im Gegensatz zu einer Diktatur, sei es nun eine Einmann- oder Parteienherrschaft oder auch eine für alle verbindliche Weltanschauung. Letzteres verlangen z.B. die Marxisten und die Globalisierer.

Wer steht denn nun nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und des Völkerrechtes? Die Wortverdrehung ist so offensichtlich, daß das nicht lange gutgehen kann.

Volksverhetzer sind die Regierungsparteien, aber nicht die „Populären“; die stehen für und zum Volk.

Dies ist nur ein Beispiel für die völlige Verdrehung der Begriffe. Wir werden erinnert an den alten chinesischen Weisen Konfutse, der auf die Frage des Fürsten, wie ein Staat am besten regiert wird und worauf es dabei ankomme, die Antwort gab: „Es kommt darauf an, daß die Worte mit dem, was gemeint ist, übereinstimmen.“

Hierhin gehört auch die „Anregung“ des Bundesamtes für Staatsschutz.

Der letzte Vorstoß des BJM Heiko Maas in Zusammenarbeit mit Annette Kahane und dem ehemaligen Geschäftsführer des Zentralrates der Juden, Stephan Cramer, jetzt Generalstaatsanwalt von Thüringen, zur Kontrolle des Internet läßt uns nicht viel Zeit. Der Bundestag hat das neue Gesetz bereits mit großer Mehrheit verabschiedet. Der Bundesrat soll folgen. Mit gekonnter Rabulistik läßt sich dann jede Kritik als Volksverhetzung abwürgen und zur Straftat erklären.

Zweiundsiebzig Jahre nach Kriegsende haben wir also folgende Situation: Auf der einen Seite einen Grundgesetzartikel mit freier Meinung, Forschung und Presse, eine Zensur findet nicht statt. Doch auf der anderen Seite haben wir eine Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, die all diese Freiheiten wieder einkassiert. Sie tut dieses auf „Anregung des Bundesamtes für Staatsschutz“. Das Mittel, um dieser Anregung folgen zu können, ist der Paragraph 130 Volksverhetzung. Dieser ist das umstrittenste Gesetz, was wir im Strafgesetzbuch finden. Es bedurfte neun Jahre bis sich die Befürworter dieses Gesetzes gegen die Widerstände nicht nur von angesehenen Juristen, sondern auch von einer größeren Anzahl von Abgeordneten durchsetzen konnten. Nach neun Jahren erlahmte der Widerstand und am 01. Dezember 1994 trat der Paragraph 130 Strafgesetzbuch in Kraft. Damit sind nicht nur die in Artikel 5 GG niedergelegten Freiheitsrechte aufgehoben, damit ist zugleich die Demokratie abgeschafft worden und hat sich unter der Hand in eine Parteiendiktatur verwandelt.

Bildquelle: Tony-Hegewald | pixelio.de

Aus einem Prozeß nach § 130, Volksverhetzung, StGB

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Richter!

Wieder einmal wurde ein biederer Bürger, nicht vorbestraft, Familienvater und voll berufstätig, nach einem Gesetz verurteilt, das im Widerspruch zu unserer Rechtsordnung steht, insbesondere zu Artikel 19 GG.

Sie stellten in dem Verfahren fest, daß es beim Holocaust nicht um Glauben oder Meinungen, sondern um Wissen geht. Es handele sich um eine offenkundige Tatsache. Da weder Sie noch der Angeklagte und ebenso weder Staatsanwalt noch Verteidiger Ihr Wissen über den Holocaust aus eigenen historischen, chemischen oder sonstigen naturwissenschaftlichen Forschungen haben, sind Sie alle auf die Äußerungen oder Forschungsergebnisse Anderer angewiesen, denen Sie glauben. Dieser Glaube wird zur Grundlage Ihres Wissens. Letzten Endes geht es sowohl auf Seiten des Gerichtes als auf Seiten des Angeklagten – 72 Jahre nach den Ereignissen – um Glauben und Meinen.

Sie fragten den Angeklagten, wie er es sich denn erkläre, daß nahezu alle Historiker den Holocaust bestätigen.

Nun, die Erklärung ist doch sehr einfach. Alle Ihnen bekannten Historiker sind nicht alle Historiker. Die Zahl derer, die ihn bestreitet, ist ebenfalls groß, aber Ihnen nicht bekannt, weil diese, Revisionisten genannten Historiker, ihre Forschungsergebnisse nicht in den Medien oder in Büchern der Öffentlichkeit ungehindert zugänglich machen können. Sie gelten als rechtsextreme Holocaustleugner, die nach § 130, Absatz 3 zu verurteilen sind und deren Bücher beschlagnahmt werden. Ein solcher Forscher ist der Chemiker Germar Rudolf.

Der Angeklagte hätte genauso gut Sie, Herr Vorsitzender Richter, fragen können, wie erklären Sie sich diesen Sachverhalt bei einem Grundrecht auf freie Forschung? Der Angeklagte hatte an den Prozessen in Mannheim gegen Rudolf teilgenommen, und gerade die dort gemachten Beobachtungen waren die Motivation für seine Handlungsweise.

In Mannheim wurde keinerlei sachliche Widerlegung der Forschungsergebnisse des Chemikers vorgetragen. Es wurden alle, wirklich alle Beweisanträge abgelehnt, und zwar ausschließlich mit der Begründung, daß der Holocaust offenkundig sei.

Der Glaube des Gerichtes war unerschütterlich. Der Glaube des Angeklagten war nicht so felsenfest, er hatte die Vorlesungen auch deshalb verschickt, weil er mit Menschen, die ihm qualifiziert und der Wahrheitssuche verpflichtet schienen, sprechen wollte. Es müßte doch Klarheit zu schaffen sein!

Er hatte – sicher schon in der Schule – gelernt, daß Grundlage der Demokratie die Freiheitsrechte der Menschen sind, die allen Gesetzen übergeordnet sind (Artikel 1 GG), dazu gehört als entscheidender Faktor die garantierte Freiheit der Meinung, der Forschung und der Presse, „eine Zensur findet nicht statt“.

Diese Freiheitsrechte sah der Angeklagte in Mannheim verletzt. Germar Rudolf durfte nicht frei forschen. Seine Schriften wurden indiziert, obwohl Rudolf der einzige in diesem Verfahren war, der aus selbst erarbeitetem Wissen, aus forensischen Forschungen wußte und nicht glaubte. Es könnte ja sein, daß er falsche Schlüsse zog, seine Forschungsergebnisse zu widerlegen sind, aber dann hätte erst recht eine öffentliche Gegenüberstellung von Chemikern unterschiedlicher Ansichten auf Grund ihrer jeweiligen Forschungsergebnisse stattfinden müssen.

Da Sie „Die Vorlesungen“ von Germar Rudolf gelesen haben, haben Sie auch festgestellt, wie viele in und ausländische Wissenschaftler zu ähnlichen Ergebnissen wie Rudolf gelangen, oder zumindest zugeben, daß Rudolf recht haben könnte.

Da ich den Eindruck gewonnen habe, daß auch Sie, genau wie der Pflichtverteidiger, nicht sehr glücklich mit dem Ausgang dieses Verfahrens waren, habe ich Ihnen geschrieben, in der Hoffnung, daß Sie unsere Forderung nach Abschaffung dieses unhaltbaren und sogar beleidigenden § 130 Volksverhetzung unterstützen möchten, wie es schon eine Reihe von Juristen tun und z.B. auch der Publizist und Jude Henryk M. Broder.

In diesem Zusammenhang möchte ich erinnern an einen Vortrag von Carl Friederich von Weizsäcker vor Männern aus „Politik, Wirtschaft und Wissenschaft“. Diese Rede wurde in „Die Zeit“ vom 24. März 1978 abgedruckt, Thema: „Mit der Kernenergie leben“. In diesem Vortrag hieß es wörtlich:

„Es ist das wesentliche Ziel meines heutigen Vortrages, einen knappen Überblick über den Stand der Sachdiskussion zu geben, sowie sich dieser mir, in meiner subjektiven Sichtweise, darstellt. Die notwendige Einschränkung in meiner subjektiven Sichtweise deutet die Schwierigkeit der Probleme an . . .“.

„Aber ich bekenne offen und mit Absicht, daß ich in fast keiner dieser Behauptungen hinreichenden eigenen speziellen Sachverstand besitze, um sie rein sachlich zu verteidigen. Ich bin überall bei meiner Meinungsbildung nicht nur auf mein Urteil über Sachen, sondern auch wesentlich auf mein Urteil über Menschen angewiesen.“

Carl Friederich von Weizsäcker weist hier darauf hin, daß selbst ein so hochqualifizierter Physiker und Philosoph immer nur einen sehr begrenzten Ausschnitt selber erforscht hat und sich in allen übrigen Bereichen auf die Urteile von Kollegen verläßt. Wobei – in seinem Vortrag ausgeführt – er, wie jeder andere Wissenschaftler, selbstverständlich zunächst die Urteile oder Forschungsergebnisse übernimmt, die von ihm bekannten oder von ihm geschätzten Wissenschaftlern stammen. Letzten Endes entscheidet also bei so gewichtigen Wissenschaftsfragen Sympathie und Antipathie, also Gefühle.

Diese Ehrlichkeit und Bescheidenheit, stünde auch jedem Juristen gut an. Es wird nicht erwartet, daß er alles selber erforscht hat. Aber es wird erwartet, daß er die allen übergeordneten Freiheitsrechte des Menschen zur Grundlage seines Urteils macht.

Der Angeklagte hatte auf einen Einwand von Ihnen darauf hingewiesen, daß es gar nicht um Geld ginge, sondern um Gerechtigkeit, Wahrheit und die Ehre: Gelten diese hohen Werte nur noch für sogenannte Rechte?

Ursula Haverbeck

Bildquelle: Rainer-Sturm | pixelio.de

Neue Gerichtstermine für Ursula Haverbeck (2017)

Am 24. August 2017 um 09:00 Uhr und am 28. August 2017 um 10:00 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer des Landgerichts Verden die Berufungssache wegen Volksverhetzung, die sich gegen ein Urteil des Amtsgerichts Verden richtet.

Landgericht Verden
Johanniswall 6
27283 Verden (Aller)


Bildquelle: Martin-Moritz | pixelio.de

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