Horst Mahler lebensgefährlich erkrankt

JVA Brandenburg verhängt Kontaktsperre

Pressemitteilung der Familie von Horst Mahler, Berlin/ Klein Machnow, 03.07.2015

Horst Mahler, 79, wurde am vergangenen Dienstag, dem 29.06.2015 mit schwersten, akut lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen von der JVA Brandenburg, wo er im geschlossenen Vollzug eine mehr als 10-jährige Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung absitzt in das der JVA benachbarte Asklepios Klinikum eingeliefert. Zunächst bestand Verdacht auf einen Schlaganfall. Es stellte sich jedoch heraus, dass er an einer schweren Sepsis leidet. Er wurde sofort auf die Intensivstation gebracht, da akute Lebensgefahr bestand. Sein Zustand konnte zwar stabilisiert werden, die gegebenen Antibiotika hatten nach 24 Stunden eine leichte Besserung der Blutwerte bewirkt, der Gesamtzustand blieb aber weiterhin kritisch. Die leichte Besserung wurde von der Anstaltsleitung der JVA zum Vorwand genommen, Mahler am gestrigen Donnerstag aus dem Asklepios Klinikum in die sog. Bettenabteilung des Haftkrankenhauses der JVA zu verbringen. Dieser drastische Schritt kam für seine Familie völlig überraschend. Im Asklepios Klinikum war es den Familienangehörigen zunächst möglich, ihn ohne bürokratischen Aufwand mehr oder weniger spontan auf der Intensivstation zu besuchen. Durch die Verlegung ins Haftkrankenhaus ist jeglicher Kontakt seiner Familie zu Horst Mahler abgeschnitten. Es besteht absolutes Besuchsverbot und auch telefonischer Kontakt ist untersagt.  Der Hinweis auf die Möglichkeit Briefe zu schreiben ist angesichts seines Zustands wohl nur als theoretisch zu werten und entbehrt nicht eines gewissen Zynismus.

Der ärztliche Bericht zur Verlegung ins Haftkrankenhaus wird der Ehefrau Horst Mahlers, die über eine notariell beglaubigte Generalvollmacht sowie eine Patientenvollmacht verfügt, trotz dringender Aufforderung, weder von der Asklepios-Klinik, noch von der JVA Brandenburg ausgehändigt.  Bei der Familie ist das Lagebild entstanden, dass die Anstaltsleitung offen feindselig agiert und Horst Mahler gezielt in eine Situation der Isolation und Wehrlosigkeit versetzt hat. In dieses Bild passt die aktuelle, sehr aggressive Stellungnahme der Anstaltsleitung gegen eine mögliche Aussetzung der Strafe nach Verbüßung von 2/3 der Haftzeit (s. Anlage). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Justiz seit einiger Zeit generell eine Linie der Nichtbeachtung von Mahlers Eingaben, Klagen und Beschwerden verfolgt – es erfolgt schlicht keine Reaktion. Wir als Familie fordern die unverzügliche Untersuchung Mahlers durch eine unabhängige Ärtzekommission mit dem Ziel der Feststellung der Haftunfähigkeit und der sofortigen Aussetzung des Vollzugs. Horst Mahlers Pflichtverteidiger hat in der Angelegenheit trotz dringender Bitten der Familie bisher NICHTS unternommen. Er hat ihn bisher nicht mal – weder auf der Intensivstation der Asklepios- Klinik, noch im Haftkrankenhaus besucht. Der Verteidiger hat in Aussicht gestellt, Mahler am Montag, dem 06.07.2015 im Haftkrankenhaus zu besuchen um sich erst mal ein Bild zu machen.

Nachstehend dokumentiert die aktuelle Korrespondenz mit der Haftanstalt und dem Asklepios- Klinikum:

1.) Schriftliche Mitteilung der JVA Brandenburg vom 02.07.2015 über die Verlegung von der Intensivstation ins Bettenhaus der JVA mit Untersagung von Familienbesuchen oder telefonischem Kontakt.

2.) Schreiben der Ehefrau Horst Mahlers vom 03.07.2015 an das Asklepios-Klinikum, mit der Aufforderung, ärztlich zu bestätigen, dass „akute Lebensbedrohlichkeit“ nicht mehr bestehe sowie den ärztlichen Entlassungs-/ Verlegungsbericht unverzüglich herauszugeben.

3.) Antwortschreiben des Chefarztes der Asklepios-Klinik Brandenburg, Dr. Felix Hohl-Radke, vom 03.07.2015.

4.) Schreiben von Horst Mahlers Ehefrau an die Leiterin der JVA Brandenburg, Frau Wellnitz, vom 03.07.2015 mit der Aufforderung, umfassend über den Gesundheitszustand Mahlers zu berichten sowie den ärztlichen Bericht der Asklepios-Klinik unverzüglich auszuhändigen. (Telefonisch wurde Frau Mahler zwischenzeitlich von der JVA mitgeteilt, dass Frau Wellnitz heute nicht im Hause sei und nur sie allein über die Herausgabe der Unterlagen entscheiden könne, eine Entscheidung über die Herausgabe werde daher frühestens am Montag, dem 06.07.2015 erfolgen.)

5.) Erneutes Schreiben von Mahlers Ehefrau an die Asklepios-Klinik vom 03.07.2015 mit Verweis auf gesetzlich garantierte Patientenrechte. 6) Antwort der Asklepios-Klinik vom 03.07.2015 mit der erneuten Weigerung, den ärztlichen Bericht herauszugeben.

 


1)

Gesendet: Donnerstag, 02. Juli 2015 um 13:22 Uhr Von: “Eggebrecht, Kurt” <Kurt.Eggebrecht@XXX.de>’
An: “Elzbieta.Mahler@XXX.de” <Elzbieta.Mahler@XXX.de>
Betreff: Ihr Ehemann Horst Mahler

Sehr geehrte Frau Mahler,
Ihr Ehemann wurde in die externe Bettenstadion der JVA Brandenburg im Städtischen Klinikum der Stadt Brandenburg verlegt. Die externe Bettenstation ist ein geschlossener Haftbereich der JVA Brandenburg. Ein Besuch ist daher grundsätzlich nicht gestattet. Eine Ausnahme kann nicht erteilt werden, weil eine akute Lebensbedrohlichkeit bei Ihrem Ehemann nicht mehr besteht. Mit einer baldigen Rückverlegung Ihres Ehemannes in die hiesige Krankenabteilung wird gerechnet, so dass dann der Besuch in der JVA Brandenburg wieder stattfinden kann. Ich bitte um Verständnis, dass Sie den weiteren Kontakt zu Ihrem Ehemann zur Zeit nur postalisch aufrechterhalten können.

Mit freundlichen
Grüßen Eggebrecht


2)

Gesendet: Freitag, 03. Juli 2015 um 09:41 Uhr
Von: “Elzbieta Mahler” <Elzbieta.Mahler@XXX.de>
An: u.laucke@XXX.com Cc: “RA Boldt” <ulliboldt@XXX.de>
Betreff: ärztliche Bericht zur Entlasung/ Verlegung meines Ehemannes Horst Mahler

Sehr geehrter Herr Dr. Laucke,
die Vollzugsleiterin Frau Wellnitz (über Herrn Eggebrecht), hat mich schriftlich über die Verlegung meines Ehemannes in die externe Bettenstation der JVA Brandenburg im Städtischen Klinikum der Stadt Brandenburg informiert. In seinem unten stehenden Schreiben teilt er mir weiter mit, dass es sich bei der Bettenstation um einen geschlossenen Haftbereich handelt und ein Besuch daher grundsätzlich nicht gestattet sei. Eine Ausnahme könne nicht erteilt werden, weil eine “akute Lebensbedrohlichkeit” bei meinem Ehemann nicht mehr bestehe. Sie werden sicher verstehen, dass mich diese Auskunft eines medizinischen Laien nicht überzeugt. Der ärztliche Bericht zur Entlassung/ Verlegung war dem Schreiben des Herrn Eggebrecht nicht beigefügt. Ich bitte Sie, mir die Aussage des Herrn Eggebrecht, dass eine “akute Lebensbedrohlichkeit” nicht mehr besteht, unverzüglich ärztlich zu bestätigen. Im Anhang finden Sie Scans der mir von meinem Ehemann erteilten notariell beglaubigten Generalvollmacht sowie der Patientenvollmacht. Ich bitte des weiteren um unverzügliche Übersendung des ärztlichen Berichts. Am liebsten als PDF Datei. Es ist der Wunsch meines Mannes, dass ich über alle Befunde vollständig informiert und in alle Diagnose- bzw. Therapieentscheidungen einbezogen werde.

Mit freundlichen Grüßen
Elzbieta Mahler


3)

Gesendet: Freitag, 03. Juli 2015 um 11:27 Uhr
Von: “Hohl-Radke, Dr. Felix” <f.hohl@XXX.com>
An: “Elzbieta.Mahler@XXX.de” <Elzbieta.Mahler@XXX.de>
Betreff: Anforderungen von medizinischen Unterlagen Ihres Mannes

Sehr geehrte Frau Mahler,

Sie hatten über Herrn Oberarzt Dr. Laucke medizinische Unterlagen Ihres Mannes von uns angefordert. Da diese Teile der Gesundheitsakte des Gefangenen sind, möchte ich Sie bitten, die bei uns erbetenen Unterlagen stattdessen von dort (über die Krankenabteilung der JVA) anzufordern.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Felix Hohl-Radke
Chefarzt & Ärztlicher Direktor ASKLEPIOS Fachkliniken Brandenburg GmbH
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie


4)

Von: “Elzbieta Mahler” <Elzbieta.Mahler@XXX.de>
An: JVA <Poststelle.BRB@XXX.de>
Cc: “Eggebrecht, Kurt” <Kurt.Eggebrecht@XXX.de>, “RA Boldt” <ulliboldt@XXX.de>, “Alex Baur” <alex.baur@XXX.ch>
Betreff: EILT! BITTE SOFORT an JVA Leiterin Frau Wellnitz weiterleiten

Sehr geehrte Frau Wellnitz,
unter Bezugnahme auf die im Anhang mit geschickte notariell beglaubigte Generalvollmacht meines Ehemannes Horst Mahler, fordere ich Sie auf, mich unverzüglich und umfassend über den aktuellen Gesundheitszustand meines Mannes zu informieren. Insbesondere fordere ich Sie auf, mir unverzüglich (also noch heute!) den vollständigen ärztlichen Entlassungs-/ Verlegungsbericht der Asklepios-Klinik per Email oder Fax +XXX zukommen zu lassen. Darüber hinaus bestehe ich kraft der mir erteilten Generalvollmacht darauf, ab sofort in alle diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen einbezogen zu werden. Ich fordere Sie weiterhin auf, die zunächst erteilte, mit der Verlegung in die Bettanabteilung der JVA jedoch widerrufene Dauerbesuchgenehmigung ab sofort wieder aufleben zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Elzbieta Mahler


5)

Von: Elzbieta Mahler [mailto:Elzbieta.Mahler@XXX.de]
Gesendet: Freitag, 3. Juli 2015 13:25
An: Hohl-Radke, Dr. Felix
Cc: RA Boldt
Betreff: Fw: ärztliche Bericht zur Entlassung/ Verlegung meines Ehemannes Horst Mahler

Sehr geehrter Herr Dr Hohl Radke,
Patienten haben ein Recht, ihre Behandlungsunterlagen einzusehen oder gegen Erstattung der Kopierkosten Kopien davon zu erhalten. Das betrifft auch Krankenhaus-Entlassungsberichte. Das Recht ist im Patientenrechtgesetz § 630g BGB gesetzlich geregelt. Das Begehren des Patienten auf Einsicht muss der Behandelnde Arzt unverzüglich erfüllen. Ich bitte Sie erneut die von mir erbetenen Unterlagen zukommen zu lassen. Ich kann gerne auch heute persönlich die Unterlagen abholen.

Mit besten Grüßen
Elzbieta Mahler


6) Gesendet: Freitag, 03. Juli 2015 um 13:39 Uhr
Von: “Hohl-Radke, Dr. Felix” <f.hohl@XXX.com>
An: “Elzbieta Mahler” <Elzbieta.Mahler@XXX.de>
Cc: “Kurt.Eggebrecht@XXX.de” <Kurt.Eggebrecht@XXX.de>, “Wolarz-Weigel, Daniela” <d.wolarz@XXX.com>, “Fitzek, PD Dr. Sabine” <s.fitzek@XXX.com>
Betreff: AW: ärztliche Bericht zur Entlasung/ Verlegung meines Ehemannes Horst Mahler

Sehr geehrte Frau Mahler,
nach eben erfolgtem Telefonat mit Herrn Eggebrecht in seiner Position als Vertreter der Anstaltsleiterin verweise ich auf meine mail von heute vormittag und bitte Sie, die für Montag in der JVA dazu geplante Klärung abzuwarten und die Berichte dann bitte von dort anzufordern.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Felix Hohl-Radke
Chefarzt & Ärztlicher Direktor ASKLEPIOS Fachkliniken Brandenburg GmbH
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Quelle: https://npannn.wordpress.com/2015/07/03/horst-mahler-lebensgefahrlich-erkrankt-jva-brandenburg-verhangt-kontaktsperre/


 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – § 630g [Einsichtnahme in die Patientenakte]

(1) Dem Patienten ist auf Verlangen unverzüglich Einsicht in die vollständige, ihn betreffende Patientenakte zu gewähren, soweit der Einsichtnahme nicht erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen. Die Ablehnung der Einsichtnahme ist zu begründen. § 811 ist entsprechend anzuwenden.

(2) Der Patient kann auch elektronische Abschriften von der Patientenakte verlangen. Er hat dem Behandelnden die entstandenen Kosten zu erstatten.

(3) Im Fall des Todes des Patienten stehen die Rechte aus den Absätzen 1 und 2 zur Wahrnehmung der vermögensrechtlichen Interessen seinen Erben zu. Gleiches gilt für die nächsten Angehörigen des Patienten, soweit sie immaterielle Interessen geltend machen. Die Rechte sind ausgeschlossen, soweit der Einsichtnahme der ausdrückliche oder mutmaßliche Wille des Patienten entgegensteht.

Politischer Mord von der Justiz?

An den Bundesjustizminister
Heiko Maas
Bundesregierung, 11014 Berlin

An den Justizminister des Landes Brandenburg
Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam

An die Leitung der JVA Brandenburg
Anton-Saefkow-Allee 22, 14772 Brandenburg

Vlotho, den 30.06.2015

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nachfolgende Notiz erhielt ich von Herrn Mahlers Sohn, Axel Mahler,
[Anschrift aus Datenschutzgründen entfernt], datiert vom 29.06.2015:

„[…] nur eine kurze und sehr unerfreuliche Nachricht, damit Sie im Bilde sind: mein Vater wurde heute vormittag ins Asklepios Klinikum in Brandenburg (direkt neben der Haftanstalt) eingeliefert. Bei ihm wurde eine schwere Sepsis diagnostiziert, die wohl eine Folge seines Diabetis, des haftbedingten Bewegungsmangels, der ungeeigneten Ernährung und auch der mangelhaften Gesundheitsfürsorge durch die Haftanstalt ist.Er liegt momentan in kritischem Zustand auf der Intensivstation – unter ständiger Bewachung (als ob er mit einem brandigen Bein fliehen könnte!). Wir warten noch auf einen offiziellen ärztlichen Befund.“

Zur Zeit wird von BRD-Juristen beratschlagt, ob nicht eine Änderung des Paragraphen 211 StGB, Mord vorgenommen werden müßte.

Meine Damen und Herren, es ist im Augenblick vordringlicher, einen politischen Mord zu verhindern, für den hier vorliegenden, möglichen Mord ist die bundesrepublikanische Justiz verantwortlich.
Noch gilt der bestehende Paragraph. Auf Mord steht lebenslanger Freiheitsentzug.
Es gilt also immer noch § 211 II:

„Mörder ist, wer um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.“

Herr Horst Mahler soll angeblich mit Äußerungen und in seinem Buch, „Das Ende der Wanderschaft“ zu Haß aufgestachelt und den Holocaust geleugnet haben.
Die von ihm angeführten Zitate jüdischer Verfasser fallen unter Art. 5 GG, Meinungsfreiheit (Anlage 1)
Den Holocaust gab es nicht, wie Sie das begründet und seit acht Monaten unbeanstandet im Internet nachlesen können. (Anlage 2)

Damit entfällt der Anlaß für die Inhaftierung des Herrn Mahler. Es ist bekannt, daß sowohl das eine wie das andere dem Zentralrat der Juden in Deutschland mißfällt. Es soll die Leugnung des Holocaust als Straftat erhalten bleiben, hat dieses doch Israel unendliche Vorteile gebracht.

Doch die größte und „nachhaltigste Lüge der Welt“ mittels Rechtsbeugung aufrecht erhalten zu wollen, das ist die tatsächliche Straftat.
Das darf nicht länger Rechtsgrundlage der Bundesrepublik Deutschland sein.

Ich beantrage, daß Herr Horst Mahler von herbeizuziehenden Fachärzten behandelt und sobald als möglich in eine Rehabilitationsklinik seiner Wahl verlegt wird.
Der bereits beantragten Haftentlassung ist unverzüglich stattzugeben.

Mit freundlichem Gruß

Ursula Haverbeck

 

Anlage

Anlage

Beginnt auch die „Lügenpresse“ nach der Wahrheit zu fragen?

Zu dem Neujahrsempfang am 31. Januar von Hans Püschel in Naumburg war auch ein Redakteur vom NDR aus Hamburg mit seinem Kamerateam angereist. Ich verweigerte bei dieser turbulenten Veranstaltung ein Interview, erklärte aber, daß ich es zu einem anderen Zeitpunkt bereit wäre zu geben. So kam nach telefonischer Absprache Robert Bongen mit Begleitung am 11. März 2015 nach Vlotho.

Es wurde ein etwa vierstündiges Gespräch mit Interview für eine Fernsehsendung.

Der Mitarbeiter des ARD gab zu, daß er zum ersten Mal in Naumburg von mir etwas von den Standort- und Kommandanturbefehlen (Befehlen) sowie der Ersetzung von der Opferzahlen von Auschwitz, durch Abnahme der bisherigen Tafel, und den dann reduzierten Opferzahlen gehört habe.

Robert Bongen recherchierte, fand meine Angaben bestätigt und beschaffte sich aus der Rundfunkbibliothek die Kommandanturbefehle. Er arbeitete sie durch und bat mich, einige von ihm für wesentlich erachtete Stellen im Interview vorzulesen, was ich tat.

Setzt man die Anweisungen zur Behandlung der Häftlinge von Auschwitz in Beziehung zur Behandlung der Deutschen bei der Vertreibung der 15 Millionen, zu den polnischen, tschechischen, russischen, serbischen Konzentrationslagern, sowie zu den Franzosen im Schwarzwald in Freudenstadt, oder bei den Amerikanern auf den Rheinwiesen und den Engländern in Bad Nenndorf, dann hatten es die Häftlinge in Auschwitz verglichen damit, besser, das machen die Befehle überdeutlich.

Ich trug all dasjenige vor, was auch von mir im Internet zu finden ist, ergänzt durch weitere Details, vornehmlich aus jüdischen Aussagen.

Es war insofern ein schwieriges Unterfangen, weil festzustellen war, das ein BRD-Journalist die Geschichtsschreibung der Siegermächte vertritt und – offenbar auch für wahr hält. Jüdische kritische Literatur scheint unbekannt zu sein in diesen Gremien. Ich denke hier an Avraham Burg, Israel Shahak, Gilad Atzmon, Paul Eisen, Geoffrey Alderman usw., was nicht zur Kenntnis genommen wird und offenbar auch nicht, was jüdischerseits den Deutschen zum Vorwurf gemacht wird, so der Bundeskanzlerin, daß sie bei ihrer Rede in der Knesset mit keinem Wort der Leiden der Palästinenser gedacht hätte.

Meine Aussagen, da es sich beim Holocaust um eine der größten und nachhaltigsten Lügen der Weltgeschichte handele, irritierte natürlich, weil durch die jahrzehntelange Manipulation ein festverwurzelter Glaube entstand, welcher auf Gedenkveranstaltungen und durch die Medien immer wieder neue Nahrung erhält, die Bürger doch wissen, daß der Holocaust stattgefunden hat. Würde das nicht aufrecht zu halten sein, müßte die ganze Nachkriegspolitik in Frage gestellt werden, was ja schon bei dem Prozeß von Günther Deckert sich als Konsequenz ergab.

Insistierend erschien mir Robert Bongens wiederholte Frage, ob Hitler dann, wenn der Holocaust nicht stattgefunden hätte, kein Verbrecher sei.

Ich wies darauf hin, daß eine solche festnagelnde Kennzeichnung sowieso nicht statthaft sei. Der Mensch ist immer vielschichtig. So hat Werner Maser in seiner Hitler-Biographie 1971 bereits unterschieden zwischen Hitler der Kampfzeit, dem Hitler der sechs Friedensjahre und dem Hitler der anschließenden sechs Kriegsjahre. Zwei Jahre später, 1973, bezeichnete der Historiker Joachim Fest in seiner Hitler-Biographie diesen folgendermaßen: „Adolf Hitler war für zehn Jahre das Bewegungszentrum der Welt.“

Es ist auch zu unterscheiden zwischen dem Menschen und verbrecherischen Handlungen und auch deren Beurteilung schwank.

Übersehen werden darf auch nicht, daß jeder Mensch Anteil am Göttlichen hat, was zwar verdrängt oder geleugnet werden kann, womit jedoch dann die menschliche Würde in Frage gestellt wird, welche allein durch diese Göttlichkeit gegeben ist. (Art. 1 GG)

Auf meine Zweifel, ob dieses Interview überhaupt gebracht werden könnte im Fernsehen und ob es ihm, falls ja, nicht schaden würde, meinte Bongen, daß er für sich keine Gefährdung sähe, da er ja nur Fragen gestellt habe, gefährlich könnte es höchstens für mich werden. Damit verband er noch einmal die wiederholt gestellte Frage, nach meiner Motivation. Meine Antwort:

„Sie kennen doch sicher Schillers Wallenstein-Drama wo im zweiten Teil das Lied erklingt: ‚Wohl auf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd…‘ die letzten beiden Zeilen dieses Liedes heißen: ‚und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird das euch das Leben gewonnen sein.‘ Und im übrigen hat ein früherer indischer Ministerpräsident, Jawaharlal Nehru, im Hinblick auf die kurden gesagt: ‚Man kann auf Dauer keinem Volk die Freiheit vorenthalten, wenn es bereit ist, den Preis zu zahlen.‘ Es geht also um den Preis, das ist meine Motivation.“

Darauf Robert Bongen: „Das ist ein gutes Schlußwort.“

Wir werden sehen, ob irgendetwas von diesem Interview erscheinen wird und ob das Schlußwort gebracht wird. Wenn das möglich wäre und ein objektives, sachliches Resümee dieses langen Gespräches gebracht würde, dann wäre das ein weiterer Hinweis auf den großen Umbruch, in dem wir uns befinden und dem sich auch die Medien nicht werden entziehen können. Robert Bongen ist zu danken, daß er mit seinen Mitarbeitern die Reise nach Vlotho antrat und dieses lange Gespräch zu führen bereit war.

Bildquelle: pixelio.de / Michael Werner Nickel

„Ein Gespenst geht um in Europa“

Es heißt Holocaust und seine Teufelskralle  ist der Paragraph 130 Strafgesetzbuch.

Ursula_Haverbeck-Wetzel[1]„Hört auf mit dem Holocaust, das kann ich nicht mehr hören“, wird von vielen, gerade jungen Bürgern gesagt.
„In der ganzen Schulzeit hatten wir statt deutscher Geschichte, das Fach Holocaustkunde mit Auflistung aller Kz’s in den verschiedensten Ländern – das war dann Erdkunde, mit Textübungen an den schrecklichen Erinnerungsbüchern der Holocaustüberlebenden – das war Deutschunterricht und emotionsgeladene Vorträge von Überlebenden der „Holocaust-Hölle“ – als Religionsunterricht und schließlich als Krönung des Ganzen eine Besichtigungsfahrt nach Auschwitz, womit die Schuld der Deutschen am größten und unsühnbaren Verbrechen aller Zeiten für uns endlich verbindlich festgeschrieben war. Wir fuhren schuldgebeugt nach Hause und waren ab nun gläubige Holocaustanhänger.“

Die heute Fünfundzwanzigjährigen sind Enkel der Täter, ihre Eltern deren Kinder. Kinder und Kindeskinder haften bis in alle Ewigkeit nach jüdischer Ansicht für dieses größte Verbrechen ihrer Altvorderen.
Außerdem hat die Kanzlerin es doch eindeutig gesagt, daß die Deutschen mit Israelis samt dem Holocaust für alle Zeit zusammengehören.

Liebe Leidtragende, das kostet und kostet: Waffen, Flugzeuge, U-Boote geeignet zur atomaren Aufrüstung, Zugeständnisse aller Art an Israel, Umbenennung von Straßen und Kasernen, weil die bisherigen Namensträger im NS-Staat angepaßt gelebt haben, so z.B. die Rommel -, Udet -, Mölders-Kaserne oder auch die nach der so bedeutenden Balladendichterin, benannte Agnes- Miegel-Straße, oder -Schule. Es werden uns sicher noch viele andere bedeutende Namen aus der Zeit des Dritten Reiches einfallen, die umbenannt werden mußten.

Wir heute Lebenden, gleichgültig ob jung oder alt, haben also bereits zwei gewichtige Belastungen: Den Schuldkomplex und die finanzielle Wiedergutmachung. Dafür werden wir nach Ansicht unserer Feinde fortlaufend zur Verantwortung gezogen. Es ist also naiv, zu sagen, das betreffe einen heute Zwanzigjährigen nicht.

Jetzt kommt aber noch etwas Drittes hinzu, was heute noch lebende Menschen unmittelbar betrifft. Am 21. April findet der erste Prozeßtag gegen einen 93-jährigen Angeklagten statt. Dieser wurde als 21-jähriger SS-Mann für sieben Wochen nach Auschwitz abkommandiert. Dieses ist erst der Auftakt zu weiteren Prozessen. Wir sollten uns ganz deutlich vor Augen halten, die heute Vierundneunzigjährigen waren 1944 etwa 23 Jahre alt. Sie wurden als SS-Angehörige, genau wie Wehrmachtsoldaten und Waffen-SS-Angehörige irgendwohin kommandiert, in diesem Fall eingesetzt in einem Konzentrationslager. Es ging auf das Ende des Krieges zu. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, während seines siebenwöchigen Aufenthaltes in Auschwitz „Beihilfe zum Mord in 300 000 (dreihunderttausend) Fällen“ geleistet zu haben. (Landeszeitung Lüneburg 16.9.2014)

Ob Richter, die solche Anklagen angenommen haben und Staatsanwälte, welche diese Anklagen veranlaßten, nach siebzig Jahren sich ebenfalls vor Gericht verantworten müssen, um dieser ungeheuren und absurden Beschuldigungen willen?

Haben diese Staatsanwälte und Richter jemals ein Verfahren eingeleitet gegen die Bomberpiloten, welche in Hannover oder Dresden Frauen und Kinder in lebendige Fackeln verwandelten oder in Hiroshima zu Schattenrissen an Wänden?

Haben sie je die Verantwortlichen für die Massenvergewaltigung der deutschen Frauen nach dem Krieg zur Rechenschaft gezogen und vor ein Gericht gestellt? Sie haben in unvorstellbarem Ausmaß die Seelen der deutschen Frauen verletzt und zutiefst verwundet.

Sicher sehen die östlichen Völker, wie auch die Moslems, die Frau anders als die Deutschen, für sie sind die Frauen lediglich Besitz, Arbeitssklaven und Lustobjekte. Die germanische Frau hatte jedoch jahrtausendelang eine völlig andere Stellung inne. Deswegen stand auch noch im Krieg im Soldbuch der deutschen Wehrmacht, daß auf Vergewaltigungen die Todesstrafe stünde.

Ich frage mich oft, ob die heutige Verweigerung der Frauen eine Haushalts- und Familienführung sowie die Kindererziehung zu übernehmen, hier ihren Ursprung hat. Solche Verletzungen und Demütigung leben jahrzehntelang – vielleicht noch wesentlich länger – unterschwellig fort und brechen an nicht vorhersehbaren und überraschenden Stellen wieder auf.

Wie können Menschen und Völker zukünftig friedlich und belastbar miteinander leben, wenn nicht auf Wahrheitsfindung basierend, Recht und Gerechtigkeit statt Siegerwillkür einkehren.

Hinderungsgrund für eine Aufarbeitung in der Bundesrepublik ist der Paragraph 130 StGB. Er ist schon halb gefallen, aber er muß gänzlich verschwinden. Das wäre längst geschehen, wenn die denkenden und deutschgesinnten Bürger dies unüberhörbar seit Jahren beim Bundesverfassungsgericht gefordert hätten, das eine solche Entwicklung bereits durch das Wunsiedel-Urteil 2009 eingeleitet hatte, und auch beim Bundesjustizministerium.

Es ist Vorsicht geboten in der Beurteilung des Angeklagten in Lüneburg und ebenso im Hinblick auf den Spiegelartikel aus dem Jahre 2005. Vergleichen wir hiermit den angeführten Artikel der Landeszeitung aus dem September 2014.

Es sieht so aus, als ob dieser Lüneburger-Prozeß – ein Mammutprozeß mit seinen fünfundfünfzig Zeugen und ca. dreißig angesetzten Verhandlungstagen – die «Kommandanturbefehle»*) widerlegen soll. Auschwitz war doch ein Vernichtungslager und es wurden dort doch Millionen Juden vergast. Doch woher kommen plötzlich diese fünfundfünfzig Zeugen, die doch alle ebenfalls Neunzigjährige sein müssen? Das setzt doch sehr, sehr viele Überlebende, die nicht so alt geworden sind, voraus – und das in einem Vernichtungslager?

Der Verteidiger des Angeklagten wurde ermittelt, aber er erklärte am Telefon verärgert; daß er mit Holocaustleugnern nichts zu tun haben wolle und legte einfach den Hörer auf. 1985 mußte der Prozeß gegen den Angeklagten aus Mangel an Beweisen eingestellt werden. Wo sollen dreißig Jahre später nun die Beweise hergekommen sein?
„Seit dem Demjanjuk-Urteil braucht man keine Beweise mehr“, so der Oberstaatsanwalt Kurt Schrimm von der Zentralstelle zur Ermittlung für NS-Verbrechen in Ludwigsburg. (Stuttgarter Zeitung 16. April 2014)

Vorsicht, Vorsicht, wir kennen die Lügen von Katyn, von Wilkomirski von Enric Marco, von Otto Uthgenannt, von Elie Wiesel und, und, und. Zeugen kann man präparieren.
Der Lüneburger Prozeß ist der verzweifelte Versuch, den Holocaust doch noch zu retten.

Eine öffentliche und vorbehaltslose Klärung liegt ebenfalls im Interesse der Juden. Für diese ist es sogar von besonderer Bedeutung, denn Lügen sind das schlechteste Fundament für eine tragende Behausung.
Wir sollten endlich die Aussagen jüdischer Verfasser ernst nehmen, wie den Untertitel eines Buches des langjährigen Knesseth-Sprechers, Avraham Burg:

„Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muß?“ oder auch den jüdischen Historiker Peter Novick, der sein Buch sogar „Nach dem Holocaust“ nennt. Abschließend ein Zitat von Avraham Burg: „Da ich die Gegenwart zugunsten einer besseren Zukunft für meine
Kinder und ihre Freunde verändern will, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dem festgefahrenen Denken und Fühlen der Post-Shoah-
Gegenwart zu stellen, in dem Bemühen, sie zu begreifen, zu verändern und mich verändern zu lassen.“ (a.a.O., Seite 27)

Nur Wirrköpfe und Ignoranten können noch von Antisemitismus oder Rassismus angesichts der angesprochenen, fundamentalen Probleme
sprechen.

*) Standort- und Kommandanturbefehle des Konzentrationslagers Auschwitz 1940-1945, hrsg. im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte von Norbert Frei,Thomas Grotum, Jan Parcer, Sybille Steinbacher und Bernd C. Wagner, München 2000

Bildquelle: pixelio.de / Michael Werner Nickel

EINLADUNG – THEMA: BEFREIUNG VON AUSCHWITZ

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Zum 31. Januar 2015 in Naumburg/Saale

Beginn Sonnabend 14:00 Uhr.

THEMA: BEFREIUNG VON AUSCHWITZ

Mitwirkende:
Ein Rechtsanwalt, ein Bürgermeister, SPD (z.Zt. amtsenthoben) und ein Sprecher einer christlichen Gemeinde.
Veranstalter: Ursula Haverbeck

Siebzig Jahre nach Kriegsende gilt es endlich der Stimme für Wahrheit und Gerechtigkeit öffentlich Gehör zu verschaffen. Das im Zusammenhang mit den Pariser Attentaten von Regierungsseite unüberhörbar abgelegte Bekenntnis für die unverzichtbare Meinungs- und Pressefreiheit wird auf die Probe gestellt.
Der Innenminister von Sachsen-Anhalt, sowie der Bürgermeister von Naumburg wurden eingeladen und die Presse informiert.

Ort: Gasthaus Burgblick, Am Saaleck 7, 06628 Naumburg – Ortsteil Saaleck
Telefon: 034463/27541

Über eine rege Teilnahme an dieser bedeutungsvollen Unternehmung würden wir uns freuen und wünschen Ihnen eine gute Anreise. Ende der Veranstaltung gegen 18.00 Uhr.

Bildquelle: Pixelio.de / Michael Werner-Nickel

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