Deutschland, einig Vaterland

Unter diesem Titel steht die heutige Veranstaltung. Handelt es sich dabei nur um eine allgemeine Redensart, oder ist es eine Mahnung, vielleicht sogar eine Beschwörung? Einige mögen dabei gedacht haben an das Gedicht von Ernst Moritz Arndt, welches ja in der letzten Ausgabe der Konservativen zu lesen ist: „Was ist des Deutschen Vaterland?“

In diesem Gedicht weist Arndt auf die Vielzahl der Stämme und Regionen hin, die Friesen, die Preußen, die Rheinländer, die Hessen, die Sachsen und die Bayern usw. Wir können heute auch hinzufügen und ergänzen die Rußlanddeutschen.

Alle diese Stämme sind heimatgebunden. Sie haben besondere Sitten und Lieder und Sagen. Aber jeder dieser Stämme, oder heute jede dieser Regionen allein, ist noch nicht Deutschland, Deutschland ist etwas Umfassendes, was alle in sich vereinigt. Es ist mehr als Bayern, Rheinland, Sachsen oder Mecklenburg. Diese einzelnen Gaue und Stämme in ihrer Vielfältigkeit sind jeweils für die dort lebenden Menschen Heimat, vielleicht ließe sich sagen Mutterland, aber was ist des Deutschen Vaterland?

Betrachten wir dieses Wort Deutschland etwas genauer. In der Regel bezieht sich der Name eines Volkes auf die Landschaft oder den Stammesnamen. Das Reich der Franken – Frankreich, das Reich der Angeln und Sachsen – England usw. Bei dem Wort Deutschland verhält es sich anders. Wir nennen uns „Deutsche“, unsere Sprache „Deutsch“ und sind uns in der Regel nicht bewußt, daß allein im Deutschen der Volksname später als der Sprachname, das heißt, die Bezeichnung für das Idiom, in dem das Volk spricht, entstanden ist. Eine der ersten schriftlichen Erwähnungen der deutschen Sprache, nämlich die „Theodisca lingua“, ist uns bereits aus der Zeit um 780 bezeugt und zwar bevor ein Bewußtsein von einem deutschen Volk aufkam. „Deutsch“ bedeutet ursprünglich die volkliche Sprachgemeinschaft vielleicht im Gegensatz zu der lateinischen Sprachgemeinschaft der Gelehrten. Wir kennen von dem Sprachwissenschaftler Leo Weißgerber ein ganzes Buch über „Der Sinn der Wortes Deutsch“. Mit diesem Sinn und der Herkunft des Wortes Deutsch hat sich auch Hermann Wirth sehr ausführlich und grundsätzlich befaßt.

Das meiste aber verdanken wir wohl unseren Märchensammlern und Sprachwissenschaftlern und Historikern den Brüdern Grimm. Jakob Grimm beschließt das Vorwort zu dem Beginn des Deutschen Wörterbuches:

„Deutsche, geliebte Landsleute, welchen Reiches, welchen Glaubens ihr seiet, tretet ein in die euch allen aufgetane Halle euerer angestammten, uralten Sprache, lernt und heiliget sie und haltet an ihr, euere Volkskraft und Dauer hängt in ihr.“

An anderer Stelle sagt Jakob Grimm:

„In keinem Stück zeigt sich das Band der Vaterlandsliebe stärker als in Gemeinsamkeit der Sprache, und durch Entfaltung und Ausbreitung der hochdeutschen Mundart über unser gesamtes Volk, hat sich das Bewußtsein unserer Deutschheit, unbekümmert um die inneren Grenzen unserer Landschaften, erhoben, erwärmt und gekräftigt.“

Hier finden wir den Bezug zu Arndts Gedicht „Was ist des Deutschen Vaterland“?

Der Sprachwissenschaftler Leo Weißgerber kennzeichnet in seinem Buch „Das Mensch-heitsgesetz der Sprache“ die Muttersprache als die Stelle, an der „Der Geist in einer geprägten und dauerhaften Form in das Menschenleben einbricht.“ Und daraus folgert er, daß das menschliche Gemeinschaftsleben, also das Leben eines Volkes, vom Prinzip des Geistigen her entschieden wird und dieses Geistige findet seinen Ausdruck in der Sprache. Das ist nichts anderes als was Herder mit seinem bekannten Wort „Völker sind Gedanken Gottes“ meint. Wir können also folgern, wenn geschichtlich gesehen der eigene Volksbegriff der Deutschen, der Begriff Deutsch, aus dem Tatbestand der Sprachgemeinschaft erwachsen ist, dann leiten wir uns im Gegensatz zu vielen anderen Völkern nicht von einem Land oder einer biologischen Eigenheit her, sondern von einem rein Geistigen. Daraus erklärt sich dann auch, daß gerade in der deutschen Sprachwissenschaft der Begriff „Volk“ immer wieder in die Nähe der Sprachgemeinschaft oder sogar in Übereinstimmung mit der Sprache gesucht wird.

Unser Deutschsein wird also zum größten Teil neben Geschichte und Kultur durch unsere Sprache bestimmt, an und mit der jedes Kind sein Denken und seine Weltanschauung ausbildet.

Wie aber steht es nun mit dem Einigsein? Wir singen in dem dritten Vers des Deutschlandliedes

„Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand,
danach laßt uns alle Streben,
brüderlich mit Herz und Hand.“

Die Freiheit haben wir nicht. Um das Rechtsleben ist es schlecht bestellt, wenn der Deutsche Richterbund in einer dpa-Meldung feststellen muß: [highlight] „Die Justiz befindet sich im Würgegriff der Politik“ [/highlight] (dpa-Meldung vom 31. Januar 2002) Um die Freiheit zu erringen und das Rechtsleben wieder herstellen zu können, dazu bedarf es der Macht. Die haben wir nicht.

Nur für die Einigkeit der Deutschen könnten wir jederzeit, und ein jeder von uns, etwas tun. Hier ist das größte Hindernis, daß in einer repräsentativen Demokratie, nicht das Wohl des Deutschen Volkes an oberster Stelle steht, sondern die auseinanderdriftenden Interessen der verschiedenen Parteien. So haben wir fortwährend Wahl-Kämpfe, bei denen jede Partei siegen will und das bei sechszehn Landestagswahlkämpfen und einem Bundestagswahlkampf. Dazu kommen noch die Kommunalwahlen und der Wahlkampf für das Europäische Parlament.

Diese Aufsplitterung in Parteiinteressen setzt sich bis in die Familien fort. Besonders unversöhnlich wird diese Auseinandersetzung, wenn es um die deutsche Zeitgeschichte geht. Da wissen in der Regel die Nachgeborenen – und das sind heute auch noch die 60-jährigen – besser als die Zeitzeugen, wie es in der Zeit des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges in Deutschland aussah.

Wenn wir eine Vielzahl von Parteien haben, von denen jede meint, die Wahrheit zu besitzen, die politisch durchgesetzt werden soll, dann kann es Einigkeit kaum geben. Zum Glück ist die Mitgliederzahl dieser Parteien sehr klein und nehmen immer weniger Deutsche an diesen Parteiwahlkämpfen teil. Sie wenigstens – bei einigen Landtagswahlen bereits 50 % Nichtwähler – könnten sich doch nun um Einigkeit bemühen.

Wie das gelingen könnte, sagt unsere Nationalhymne:
„Danach laßt uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand“.
Und wir fügen hinzu: und auch mit Verstand!

Liebe Landsleute, dieses Gemeinsame brüderliche Streben verlangt von jedem Einzelnen, daß er sich einen sicheren Erkenntnisstand verschafft durch umfassende Informationen, daß er nicht vergißt, wie mühsam dieser Weg war und ihn daher auch jedem anderen zubilligt, daß er auf den Andersdenkenden offen zugeht, ihm zuhört und dann gemeinsam mit ihm einen weiterführenden Schritt tut. Die Holzhammermethode, den anderen mundtot reden, ist nicht hilfreich.

Überzeugen durch Hinterfragen und die Bereitschaft, wenn geboten, auch die eigene Meinung zur Disposition zu stellen, sind Wege, die zu Einigkeit führen können.

„Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand,
danach laßt uns alle Streben,
brüderlich mit Herz und Hand“.

Damit kommen wir zu dem dritten Wort aus „Deutschland einig Vaterland“, dem „Vaterland“. Jahrtausendelang galt die männliche Linie als verantwortlich für den Fortbestand des Geschlechtes. Fürst wie Bauer wünschten sich den Stammhalter. Das hieß keineswegs, daß die Töchter weniger bedeutsam waren. Im Gegenteil! Die Frau hatte im Mittelalter, bis weit in die Neuzeit hinein, die Schlüsselgewalt. Sie war die Hausherrin, die Frau Meisterin und bei den Königen die Genossin der Herrschaft (Consors regni).

Diese Herrin des Hauses, die Hausfrau war die Mutter, gleichberechtigt neben ihr stand der Herr des Landes, der Vater, der Vater wirtschaftete draußen, die Mutter wirtschaftete drinnen in Hof und Haus.

Es ist mir völlig unverständlich, warum heute die Frau wie der Mann sein und der Mann die Arbeiten der Frau ausüben soll? Daß es unterschiedliche Bereiche und Tätigkeiten gibt, wird nicht bestritten, nur die Rollen der Ausübenden werden vertauscht. Was ist damit eigentlich gewonnen? In jedem Fall ging bereits dadurch verloren, die Ehrfurcht vor dem Muttersein.

Nach dem Wörterbuch der Brüder Grimm ist der Begriff Vaterland genau von dieser Aufteilung abgeleitet, der Vater, der Bauer, der Mann, der das Land bestellte und von diesem Land des Vaters, lebte die Familie, gut oder schlecht, je nach Tüchtigkeit einer Hausmutter.

Ökonomie heißt übersetzt das Gesetz des Hauses. Damit ist die Hauswirtschaft gemeint. Es kann sich aber auch auf das Haus des Volkes beziehen und wird dann zur Nationalökonomie, zur Volkswirtschaft.

In der Hauswirtschaft mußte die Hausfrau oder auch Hausherrin immer mit einem begrenzten Einkommen gut wirtschaften, zur Zufriedenheit der Familienmitglieder. Ist diese Art der Hauswirtschaft angesehen, wird sie auch der Volkswirtschaft in gewisser Weise zugrunde gelegt. Heute haben wir vornehmlich Betriebswirtschaft, worin sich bereits die Egoität ankündigt, das heißt das Bezogensein auf einen Sonderfall, auf einen besonderen Betrieb. Und in der Hauswirtschaft haben wir eine sehr große Anzahl von Ein-Personen-Haushalten, bei denen kaum noch von Hauswirtschaft gesprochen werden kann.

Das Auseinanderfallen von Wohnung und Arbeitsplatz, wie es sich in der industriellen Revolution ereignete, veränderte die polare Lebensweise zwischen Landesvater und Hausherrin. Unsere Sprache stammt aber aus der vorindustriellen Zeit. Wollen wir sie wirklich verstehen, brauchen wir Geschichtskenntnisse.

Die modern sein wollenden Menschen meinen nun, man müsse Lebensweise und Sprache dieser Jetztzeit anpassen.
– Sie übersehen aber dabei, wie lächerlich kurzlebig eine solche Jetztzeit ist, mit ihren Modetrends -. Das allermodernste ist Gender-Mainstreaming. Dabei werden männlich und weiblich als anerzogene Eigenschaften gesehen, die zur Disposition stehen.

Es würde nicht weiter verwunderlich sein, wenn im Sinne dieses Gender-Mainstreaming das Wort Vaterland bald auch abgeschafft würde und statt dessen Älterland eingesetzt wird. Die Frage ist nur, ob wir das mitmachen wollen. Ich jedenfalls werde das nicht tun. Erst recht nicht, weil ich weiß, daß neben dem Vaterland die Muttersprache steht. Die hierin verborgene Weisheit übersteigt sicherlich das Denkvermögen der gegenwärtigen Gender-MainstreamerInnen.

Ich werde weiter mit Theodor Körner singen:
„Drum retten wir das Vaterland:
„So tat`s der Herr durch unsere Hand.
Dem Herrn allein die Ehre.“

(Theodor Körner 1813)

Und ebenso

„Deutschland, heiliges Wort,
du voll Unendlichkeit.
Über die Zeiten fort,
seiest du gebenedeit.“

(Eberhard Wolfgang Möller)

D e u t s c h l a n d, e i n i g V a t e r l a n d, es ist zu hoffen und zu wünschen, daß viele gemeinsam diese Lieder auch in Zukunft noch singen werden.

Ursula Haverbeck

Bildquelle: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de 

Das verlorene Maß

Ursula_Haverbeck-Wetzel[1]Der Juli im Jahre 2010 war mit seinen anhaltenden ca. 35 Grad Hitze der heißeste Monat, und der August mit seinen Unwettern und Wasserfluten der regenreichste Monat seit mehr als 100 Jahren. Hat nun auch den Wettergott – gleich, ob wir ihn Petrus oder Donar nennen – das auf der Erde herrschende Irresein ergriffen? Denn auf dieser Erde werden sichergeglaubte Regeln und Gesetze gebrochen auf vielen Ebenen.

Das Mitglied des Bundesbankvorstandes, Thilo Sarrazin, erlaubt sich davon zu sprechen, „daß alle Juden ein bestimmtes Gen teilen“. Später wird dieser Satz präzisiert „die genetische Disposition bestimmter Bevölkerungsgruppen ist verknüpft mit deren Intelligenz und Bildungsbereitschaft.“ Sarrazin bezog das auf die Juden.

Ein anderer vor ihm, der Jude Daniel Goldhagen, hatte entsprechendes bei den Deutschen festgestellt, auch diesen wurde von Goldhagen ein bestimmtes antisemitisches Gen unterstellt. Doch während bei Sarrazin alle Medien aufheulten, einen Ausschluß aus der SPD – deren langjähriges Mitglied er ist – und die Aufkündigung seines Vorstandspostens bei der Bundesbank verlangten, wurde die Goldhagen-These von den Medien zumindest duldend ertragen – „wir, mit unserer Vergangenheit!!“

Wahrscheinlich meinen aber beide biologisch Argumentierenden mit Gen im Grunde genommen eine Charaktereigenschaft, Denkweisen, die bereits in den verschiedenen Sprachen erkennbar werden. Sie sagen damit nichts Neues. Die Volkscharaktere, den jeweils individuellen Beitrag eines jeden Volkes zur Menschwerdung, haben insbesondere die Sprachforscher seit langem festgestellt und beschrieben.

„Völker sind Gedanken Gottes“, sagt Herder, und Wilhelm von Humboldt weist darauf hin, daß jedes Volk in seiner Sprache bereits eine bestimmte Weltanschauung zum Ausdruck bringt.

Mit der Vorstellung von der Gleichheit aller Menschen paßt das schlecht zusammen und darum muß es bekämpft werden, insbesondere, wenn Deutsche solche rassistisch genannten Gedanken äußern. Lediglich Juden dürfen ungestraft ihr „Auserwählt-sein vor allen Völkern“ in Anspruch nehmen.

Wir leben zwar in einem naturwissenschaftlichen Zeitalter, halten die Universitäts- Naturwissenschaft des Zählens, Messens und Wiegens für das oberste Prinzip, eine Quasi-Gottheit, doch gleichzeitig werden die abenteuerlichsten Purzelbäume in Unwissenschaftlichkeit geschlagen, wenn es gilt, die Ideologie der Gleichheit und Gewinnmaximierung durchzusetzen.

Es könnte auch sein, daß Sarrazin mit seinem einheitlichen Gen der Juden, die These von Karl Marx aufgreift, der schon in seinem Aufsatz zur Judenfrage feststellt „das Geld ist der eifrige Gott Israels, vor welchem kein anderer Gott bestehen darf. Das Geld erniedrigt alle Götter des Menschen und verwandelt sie in eine Ware.“ (Karl Marx „Zur Judenfrage“ Seite 204 in Karl Marx die Frühschriften herausgegeben vom Alfred Kröner-Verlag.

Und schon Karl Marx setzt diesem jüdischen Geldgott die Auffassung zum Beispiel eines Thomas Münzer entgegen, der es für unerträglich ansieht,
„daß alle Kreatur zum Eigentum gemacht worden sei, die Fische im Wasser, die Vögel in der Luft, das Gewächs auf Erden – auch die Kreatur müsse frei werden“.

Und sicher gibt es keinen größeren Gegensatz als die Volksindividualität der Deutschen und Juden, sofern sie sich als jüdisches Volk betrachten.

Udo Ulfkotte weist auf Folgendes hin:

„Wenn deutsche Politiker oder Vertreter der jüdischen Verbände sich nun über die Aussagen Sarrazins zu jüdischen Genen aufregen, dann ist das der Gipfel der Verlogenheit. Immerhin werben die gleichen jüdischen Verbände auf ihrer Homepage für jüdische Gentests, mit denen Menschen herausfinden sollen, ob sie Juden sind. Und jüdische Portale, die Sarrazin nun kritisieren, jubeln zu den Juden-Gentests.

Auf der jüdischen Gentest-Seite heißt es:

„Haben Sie jüdische Wurzeln? (…) Es gibt bestimmte genetische Merkmale, die auf eine jüdische Herkunft hinweisen. Mit einem DNA-Test von iGENEA kann Ihr DNA-Profil auf diese Merkmale hin untersucht werden. Träger derselben oder ähnlicher genetischer Merkmale werden in Haplogruppen zusammengefaßt. Die Zugehörigkeit zu bestimmten Haplogruppen kann auf eine jüdische Herkunft hinweisen. Außerdem wird ein bestimmtes DNA-Profil ‚Cohen Modal-Haplotyp’ genannt, weil es vermehrt in der jüdischen Untergruppe der Cohanim vorkommt. Dieser Haplotyp weist deutlich auf eine jüdische Herkunft innerhalb der väterlichen Linie hin. Auch wenn Sie keine typisch jüdische Haplogruppe haben, können Sie trotzdem jüdische Wurzeln haben.“

Es ist also verlogen, wenn jüdische Verbände Sarrazin kritisieren, zugleich aber für Gentests zur Bestimmung des Judentums werben.

Es gibt eben genetische Besonderheiten von Menschengruppen, die über lange Zeit in einem bestimmten Siedlungsraum zusammengelebt haben. Auch der Deutschlandfunk berichtete 2006 über ein bestimmtes Gen bei Menschen mit jüdischer Herkunft in Zusammenhang mit der Genforschung.“

Nun wäre zu prüfen, ob dieses Gen sich nur auf die Aschkenasim oder auch auf Sefardim bezieht.

Wahrscheinlich ist die Überbrückung, die Überwindung dieses tödlichen Gegensatzes zwischen Juden und Deutschen die entscheidende Zukunftsaufgabe, wenn wir als menschliche Menschen weiter fortbestehen wollen. Sie wird wohl nur gemeinsam von den kritisch denkenden Juden, die sich in wachsender Zahl äußern, und den kritisch denkenden Deutschen zu leisten sein.

Noch aber herrscht der Antigeist. So wird der Betriebswirt und Finanzprüfer a.D., Arnold Höfs, zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, weil er mit seinen Zahlenangaben zu den jüdischen Opfern des 20. Jahrhunderts „unwissenschaftliche, unseriöse und geschmacklose Rechnereien“ vorgelegt hätte. Es tut nichts zur Sache, daß diese Zahlenangaben entnommen wurden den offiziellen Verlautbarungen der Bundesregierung und auch der jüdischen Enzyklopädie.

Desgleichen wird jetzt der „Amalia Hinterwäldlerin vor Gericht“ der Prozeß gemacht. Der erfundene Prozeß, soll nun Gegenstand eines wirklichen Prozesses werden. Es geht dabei darum, an dieser Schrift aufzuzeigen, wie notwendig es sei, die bisher fehlende Einschränkung der Kunstfreiheit für politische Kunst nun von den obersten Gerichten festzulegen, seltsamerweise zur gleichen Zeit mit der Preisverleihung an den dänischen Karikaturisten, Kurt Westergaard, der eine Mohammed-Karikatur zeichnete, welche die gläubigen Moslems empörte und Westergaard sogar Morddrohungen eintrug.

Die Meinungsfreiheit ging verloren, die Pressefreiheit (eine Zensur findet nicht statt ( !!!), Grundgesetz Artikel 5) gibt es nicht, die Freiheit der Forschung ist für die deutsche Geschichte abgeschafft, sobald ihre Ergebnisse nicht politisch korrekt sind. Und nun soll als letztes auch die Freiheit der Kunst eingeschränkt bzw. aufgehoben werden.

Das alles ist nur möglich, solange wir, das deutsche Volk, uns das gefallen lassen! Wir können aber feststellen, daß bereits immer mehr Juristen Zweifel an dieser Aufhebung des Grundgesetzartikels 5, Meinungsfreiheit, äußern. Unterstützen wir sie!

Der meistgehörte Einwand „Wir können noch nichts tun, es geht den Menschen noch zu gut“, täuscht. Es geht uns nur vordergründig noch gut.

Wir werden noch satt, und wir erschöpfen uns im Feste feiern: Straßenfeste, Dorf- oder Stadtfeste, Love-Party, Kinder- und Familienfeste, Schützenfeste und Märkte jeder Art.

Doch gleichzeitig werden wir immer abhängiger; für Billionen Schulden der Bundesregierung haften die Bürger mit ihren Grundstücken. Die sogenannten Anti-Terror-Gesetze und der „Kampf gegen rechts“ ersticken mehr und mehr jede offene Kritik am herrschenden System. Gegen den Willen der Bevölkerung wurde die D-Mark aufgegeben und der Lissabon-Vertrag unterzeichnet. Damit wird der freiheitliche Rechtsstaat abgeschafft. Desgleichen haben wir ein Auslieferungsgesetz, ein Gleichstellungsgesetz und den bereits in den Großstadtschulen praktizierten Gender-Unterricht. Das heißt nichts anderes, als die zunehmende Sexualisierung der Jugend, die dadurch in ihrer geistigen Entwicklung behindert wird. (Siehe den Artikel „Die sexuelle Revolution“ in Stimme des Reiches Nr. 4)

Wir sind zu „Kartenträgern“ mit Nummern gemacht worden, die überall aufspürbar sind. Der gläserne Mensch wird Schritt für Schritt zur Wirklichkeit.

Professor Dr. Karl A. Schachtschneider hat in einer Vielzahl von Vorträgen darauf hingewiesen, wie sehr die freiheitlichen Grundrechte und eine Selbstbestimmung der Nationen, wie der Bürger, beeinträchtigt, bzw. abgeschafft werden. Der materielle Wohlstand läßt den Bürger nicht wahrnehmen, wie die Gefängnismauern enger und enger werden. Es wird ein böses Erwachen geben, wenn wir nicht jetzt, solange wir noch ein bißchen Luft zum Atmen haben, uns rühren.

Was wir in der Politik und zum großen Teil auch bei den von der Politik abhängigen Gerichten erleben, läßt sich nur noch bezeichnen mit: „Ist`s Wahnsinn auch, so hat es doch Methode“.

Noch gibt es in größerer Zahl die nicht umerzogenen Sechzigjährigen in wichtigen Positionen, die selbstständig denken können und Widerstand zu leisten versuchen. Wenn auch diese letzte „alte Garde“ pensioniert sein wird – und das dauert höchstens noch drei, vier Jahre – dann ist der Käfig geschlossen. Darum trifft das Gegenteil zu, es ist nicht noch zu früh, tätig zu werden und Widerstand zu leisten, sondern es ist schon beinahe zu spät!

Vielleicht ist das Noch-Gutgehen geschicktes Ablenkungsmanöver, um den Globalisierern Zeit zu geben, ihr Großraumgefängnis zu vollenden, in welchem wir dann als Sklaven erwachen werden. Dann geht es uns nicht mehr zu gut, dann geht es uns schlecht. Aber dann ist es zu spät.

Ursula Haverbeck

Ein Gedenken, das umkämpft wurde! – Beitrag in Bad Nenndorf am 14. August 2010

Liebe Landsleute, Kameraden und Kameradinnen!

Als erstes möchte ich Euch danken.
Ihr habt es Euch zur Aufgabe gemacht, der in dieser Stadt – nach dem Kriege – gefolterten, gequälten und brutal Ermordeten zu gedenken. Ihr Verbrechen war, daß sie Deutsche waren.

Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, daß die damalige Besatzungsmacht, die Engländer, dies grausige Geschehen erforscht und bekanntgemacht haben.

Die Opfer vergessen, heißt, sie noch einmal töten, sagen die Juden. Das gilt auch für deutsche Opfer!
Die Vertreter dieser Stadt übernahmen diese Verpflichtung nicht. Wollen sie noch einmal töten, ihre eigenen Mitbürger?

Die hier Versammelten beweisen, daß es noch viele junge Deutsche gibt, die bereit sind, für Ehre und Würde unseres Volkes einzutreten. Dafür sollte ihnen der Bürgermeister dieser Stadt danken.

Alle Religion, alle Kultur begann mit dem Totenkult. Die großartigen Steinzeitgräber in unserem nördlichen Raum und die Pyramiden in den südlichen Gefilden zeugen bis heute davon. Früher wurden solche Stätten der Erinnerung für die toten Volksführer, für die im Kampf gefallenen Helden aufgetürmt. Heute finden wir in fast jedem Dorf und jeder Stadt Gedenksteine für die Soldaten der Kriege. Doch oftmals fehlen diejenigen des Weltkrieges 2 und nicht selten werden sie beschmiert und mit häßlichen Parolen entweiht.

Was aber ganz fehlt, ist eine würdige zentrale Gedächtnisstätte für die Millionen Opfer von Vertreibung, Verschleppung und Bombenterror..

Die Opfer vergessen, heißt, sie noch einmal töten!

Das ist schon schlimm genug, doch was sind das für Vertreter von Stadt und Land, die diejenigen, die das Versäumte nachzuholen bereit sind, zu behindern versuchen, sei es in Dresden, in Halbe, in Wunsiedel und eben auch in Bad Nenndorf? Unverständlicher noch ist es, daß solche Stadt- und Landesväter, wie sie sich gerne nennen lassen, es zulassen, daß Autonome, Antifa und Chaoten aller Art in einer Gegendemonstration das Totengedenken lautstark stören und vielfach gewalttätig werden.

Die Polizei muß immer wieder zu Großeinsätzen ausrücken und wird zum Prügelknaben der Nation, ein unerträglicher Zustand.

Das soll sich angeblich aus dem Art. 8 GG, Versammlungsfreiheit ergeben.
Liebe Landsleute, eine solche Gegendemonstration, welche nur einen Zweck verfolgt, nämlich die Kundgebung Andersdenkender zu verhindern, fällt gerade nicht unter Artikel 8 GG, denn dieser Antifa-Aufmarsch will ja gerade diesen Artikel abschaffen. Für sich selber nehmen sie die Versammlungsfreiheit in Anspruch, anderen soll sie verwehrt werden, welche Anmaßung!

Wer als verantwortlicher Innenminister oder Bürgermeister eine derartige „Gegendemonstration“ nicht grundsätzlich unterbindet, weckt zumindest den Verdacht, mit den Chaoten zu sympathisieren. Er verletzt auch seine Führsorgepflicht für die ihm unterstellten Polizisten. Wir kennen doch die Angriffe der „Linken“ gegen die Polizei.

Das darf so nicht weitergehen. Es ist beschämend für unser Volk, welches einst den stolzen Titel trug: „Volk der Dichter und Denker“.

Gerade in diesem Jahr haben wir das Hin- und Hergezerre um die Besetzung des Stiftungsrates für die regierungsgenehme Vetriebenen-Gedenkstätte erlebt, nicht für die Deutschen Vertriebenen, sondern für alle Vertreibungen in der Welt.

Der 1992 gegründete Verein Gedächtnisstätte hatte bereits zweimal ein Grundstück für die Errichtung einer zentralen, großen und würdigen Gedenkstätte. Er wurde jedesmal mit Verboten und Auflagen und einer haßerfüllten Pressekampagne an der Verwirklichung seiner Pläne gehindert. Warum? Weil diese Gedenkstätte nur den deutschen Vertriebenen gewidmet sein sollte.

„Deutsche Opfer gibt es nicht, Deutsche sind die Täter“!!!  So schrumpfen auch die Opfer des Terrorangriffes auf Dresden immer mehr, von hunderttausenden sind zur Zeit noch 25.000 übriggeblieben, und wer weiß, vielleicht heißt es in einigen Jahren, daß nur die leerstehenden Häuser einer Geisterstadt zerstört worden seien.

Das Allerschlimmste aber waren in diesem Jahr die Gedenkfeiern für die in Katyn ermordeten 4.500 – insgesamt 22.000 – polnischen Offiziere. Von den Russen ermordet, nicht von den Deutschen, wie es uns jahrzehntelang vorgeworfen wurde! Michail Gorbatschow hatte den Stalinbefehl zur Ermordung dieser Offiziere Polen übergeben.

Doch wie war die Vorstellung, entstanden, daß Deutsche dieses furchtbare Massaker zu verantworten hätten?

Sieben deutsche Wehrmachtsangehörige wurden in Leningrad – es hieß noch nicht Heiliges Petersburg – solange gefoltert, bis sie „gestanden“, die polnischen Offiziere getötet zu haben, vielleicht unterschrieben sie noch mit blutig zerschlagener Hand ihr eigenes Todesurteil. Sie wurden alle sieben aufgehängt (So entstehen Beweise gegen Deutschland) Bei den Gedenkfeiern in Katyn wurden diese deutschen Opfer mit keinem Wort erwähnt. Sie wurden nicht rehabilitiert. Kein deutscher Staatsanwalt verlangte je die Auslieferung der Folterknechte, oder gar Wiedergutmachung.

Polen und Russen demonstrierten Versöhnung. Aber zumindest die Polen wußten immer Bescheid, wer ihre Offiziere getötet hatte. Die unschuldig gemetzelten Deutschen wurden verschwiegen. Niemand gedachte ihrer.

Liebe Kameraden und Kameradinnen. Laßt uns bei allen Gedenkveranstaltungen in Zukunft dieser Sieben und ihres schrecklichen Schicksals gedenken. Wir wollen getreulich ihr Andenken bewahren, sie haben für Deutschland gelitten.

So schließe ich meinen Beitrag mit den Worten eines unermüdlich für die Befreiung aus Fremdherrschaft eintretenden Mannes, Ernst Moritz Arndt, zur Zeit der Napoleonischen Kriege:

»Die Treue steht zuerst, zuletzt
am Himmel wie auf Erden,
wer ganz die Seele dreingesetzt,
dem soll die Krone werden.

Drum frisch gewagt und nimmer bleich,
denn Gott ist allenthalben.
Die Krone und das Himmelreich
gewinnen keine Halben.«

Ich danke Euch
Ursula Haverbeck

 

Videobeitrag

Neuauflage Rudolf Steiner – Anwalt für Deutschland von Werner Georg Haverbeck

Dank der Initiative und der finanziellen Förderung des Leipziger Freundes Wolfgang Schüler, konnte jetzt eine Neuauflage des Buches von Werner Georg Haverbeck erscheinen.

In einem Nachwort weist Andreas Mohlau auf die von Steiner behandelten unterschiedlichen Bedeutungen und Aufgabenstellungen der Völker und auch der Rassen für die Entwicklung der Menschheit hin. Das verstößt bereits gegen die political correctness denn – so Andreas Mohlau – „es hat sich ein Gleichheitswahn entwickelt, der allein die Benennung von Unterschieden bereits als Rassismus bezeichnet. Nach Steiners Vorstellungen aber sind nicht nur Völker die konstitutionellen Größen der Menschheit, Herder bezeichnete Völker als Gedanken Gottes, Völker haben seiner Ansicht nach in der Menschheitsgeschichte auch bestimmte Beiträge zu leisten, Aufgaben zu erfüllen – jedes Volk hat eine unterschiedliche Mission für eine gemeinsame Menschheitskultur.“

In der „Ode an die Freude“ Friedrich von Schillers heißt es: „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.“ Dort also wo sich die Menschen aus ihren kulturellen und völkischen Kontext heraus entwickelt haben, streben sie einer größeren Idee zu. Sich aus dem Volkstum und der Kultur herauszuentwickeln bedeutet aber nach dem Verständnis Rudolf Steiners, daß man die eigene Mission erst erfüllen muß. Das griechische Leitbild des „Erkenne dich selbst“ muß einer heutigen politischen Klasse, die die eigene Identität fortwährend zu eliminieren versucht ist, wie ein Angriff auf das eigene Selbstverständnis vorkommen. Sie postuliert fortwährend eine Gleichheit zwischen den Wesen und erklärt eine universelle Kultur, die das Gemeinsame zwischen den Kulturen betont. Dabei machen gerade die Unterschiede den Wert des Ganzen aus, daß nur nach einer materialistischen Weltanschauung die Summe seiner Einzelteile ist.

Die Deutschen wurden im letzten Jahrhundert mit zwei großen Weltkriegen konfrontiert. Beide zerrten an der Substanz, territorial, kulturell und ethnisch.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich, ist eine totale Amerikanisierung der Deutschen Kultur im Rahmen der von den Alliierten planmäßig durchgeführten Umerziehung zu beobachten. Die eigene kulturelle Identität wurde von den linken Achtundsechzigern, die heute an allen entscheidenden politischen Stellen sitzen, negiert. Beispielhaft ist der Satz Adornos, nach Auschwitz könne man keine Gedichte mehr schreiben. Wer einem Volk aber die Poesie nimmt, so könnte man bildhaft sagen, zerstört seine Seele. Genau das war die Absicht der Achtundsechziger. Die Bevölkerungszahl Deutschlands geht rapide zurück. Wissenschaftler sprechen schon heute von einem langsamen Sterben des Deutschen Volkes: Abtreibung, Geburtenverweigerung und Einwanderung fremder Völker sind die Zutaten für den herannahenden Volkstod, den der Soziologe Robert Hepp zutreffend als ‚Endlösung der Deutschen Frage’ beschrieben hat. Während die Elite heute schon in großer Zahl Deutschland den Rücken kehrt – 195.000 Deutsche wanderten allein 2008 aus – bemüht sich die verantwortliche Politik um Einwanderung. So zerrt sich die ethnische und kulturelle Substanz Deutschlands mehr und mehr aus.“ Soweit Andreas Molau.

Doch diese Untergangsstimmung ist nicht der Tenor des Buches von Werner Georg Haverbeck. Das letzte Kapitel heißt „Deutsche Wiedergeburt“. Darin wird unter anderem auf die enge Beziehung zwischen Rußland und Deutschland hingewiesen. Haverbeck schildert folgende Begebenheit:

„Daneben muß auf die innige Verbindung zwischen deutscher und russischer Geistigkeit hingewiesen werden, die bis heute besteht. Das gilt auch für das kommunistische Rußland. Wie sonst ist zu verstehen, daß uns bei einem Besuch in Georgien 1983 aus dem Stehreif eine große Laudatio auf Wilhelm von Humboldt von einem Professor vorgetragen wurde, der an einer Übersetzung Humboldts ins Russische arbeitete, die inzwischen gedruckt vorliegt, während seine Kollegin, Germanistin, Fichtes ‚Reden an die Deutsche Nation’ in russisch herausgegeben hatte. Beiden war Rudolf Steiner nicht nur dem Namen nach bekannt.

Inmitten der Kämpfe des Ersten Weltkrieges die Zukunft bedenkend, sagte Rudolf Steiner: ‚Nach dem Osten zu schauen, geziemt den heutigen Menschen Mitteleuropas sehr wohl’.“

Das Buch können Sie bei Frau Margret Nickel, In der Klosterhausbuchhandlung in Lippoldsberg bestellen oder durch jede Buchhandlung beziehen.

Ursula Haverbeck

Die sexuelle Revolution

„Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird, da wird nicht ein direktes aber eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unterdrücken.“
(Rudolf Steiner am 4. April 1916 in GA Nr. 167)

Hörbar und sichtbar pflegen Revolutionen über die Menschen hereinzubrechen, auf Straßen und Plätzen, mit Brutalität und Gewehrsalven. Denken wir an die französische und russische Revolution, so können wir hinzufügen mit Guillotine und Zwangsverschleppung sowie Liquidierung ganzer Volksgruppen.

Die gegenwärtige Revolution kommt leise und von der Mehrheit der Menschen unbemerkt daher. Ihren Namen kennt kaum jemand: Gender-Mainstreaming.
Der Gender-Mensch ist der bis in die Geschlechtsbestimmung hinein selbstbestimmte Mensch. Mann und Frau mit den ihnen zugeordneten männlichen und weiblichen Verhaltensweisen sind angeblich nicht naturgegeben, sondern durch Umwelt und Erziehung erzwungene Verhaltensmuster. Das Ziel ist die Überwindung der „Zwangsheterosexualität“. So sieht es die UN. So hat es 2007 die EU verbindlich erklärt für alle Mitglieder und ein „Institut für Gleichstellungsfragen“ eingerichtet. [highlight] Der Etat dieses Instituts ist bis 2013 auf 52 Millionen Euro angesetzt. [/highlight] Gender-Maintreaming ist erklärtermaßen Leitprinzip für alle Bundesbehörden.

Wir befinden uns bereits seit ca. 50 Jahren in einer sexuellen Revolution. Gabriele Kuby meint, diese wurde von den Achtundsechzigern erfunden. Nicht erfunden, aber sie trat ab diesem Zeitpunkt offen in Erscheinung, die Erfinder sind jedoch früher anzusetzen.

Bevor wir auf den Inhalt dieser Politik des Gender-Mainstreaming eingehen, ein historischer Rückblick.

Schöne neue Welt (Aldous Huxley)

Aldous Huxley entstammt einer angesehenen Gelehrtenfamilie. Er wurde am 26.07.1894 in der Grafschaft Surrey geboren, in Eton erzogen und studierte in Oxford. Man kann berechtigt sagen, er gehört zur englischen Elite, er ist ein Insider. Huxley starb im Jahr 1963.

Die Erstauflage seines Buches „Schöne neue Welt“ (Brave New World) erschien bereits 1932. Huxley schildert darin in einer „grausigen Vorhersage“ – wie er selber später sagt – die Utopie einer schönen neuen Welt. In dieser Welt garantiert eine totale Herrschaft das genormte Glück. Es gibt weder Krankheit, Elend noch politische Unruhen. Der Mensch wird nicht geboren, sondern „aus der Flasche entkorkt“. Es werden Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta-, Epsilon-Menschen . Diese Menschen sind genormt und auf ihre Tätigkeit im Gesamtsystem genau festgelegt. Dadurch wird erreicht, daß selbst die Sklaven ihr Sklavendasein lieben.

Begriffe wie Eltern, oder gar Mutter und Geburt, gelten als obszön und unanständig. Sie treiben den Studenten die Schamröte ins Gesicht, wenn solche Worte vom Weltaufsichtsrat für Mitteleuropa, Mustafa Mannesmann bei seiner Darstellung der alten, schrecklichen, überwundenen Zeit fallen. Die ihr Kind stillende Mutter wird mit einer säugenden Katze verglichen.

Im Vorwort zur Zweiten Auflage 1946 finden sich bemerkenswerte Hinweise von Huxley. Er unterscheidet dort die verschiedenen Arten von Revolutionen. Die aus der Geschichte bekannten politischen und wirtschaftlichen/sozialen Revolutionen sind oberflächlich und wenig Veränderung mit sich bringend. Die eigentliche, wirkliche Revolution ist die sexuelle Revolution. Huxley gebraucht diesen Begriff zwar noch nicht, aber bei der Schilderung dieser dritten Revolution, die den Menschen persönlich verändert, finden wir genau die Kennzeichnungen einer sexuellen Revolution. Diese Revolution hat als Aufgabe das Glücklichsein der Menschen zu gewährleisten, mit anderen Worten, sie dahin zu bringen, ihr Sklavendasein zu lieben. (S. 14) Alle alten Werte werden aufgelöst und verschwinden. Das Fazit ist, „je mehr sich politische und wirtschaftliche Freiheit verringert, desto mehr strebt, entschädigungsweise, die sexuelle Freiheit danach sich zu vergrößern.“ Dieser Freiraum muß erhalten, ja, vergrößert werden.

Am Ende seines Vorwortes gibt Huxley zu, daß seine Vorstellung, daß diese Utopie Jahrhunderte entfernt von uns sei, falsch war. Er schreibt:

„Das alles in Betracht gezogen, sieht es ganz danach aus, daß uns Utopia viel näher sei, als irgend jemand es sich auch nur vor 20 Jahren hätte vorstellen können. Damals verlegte ich diese Utopie 600 Jahre in die Zukunft. Heute erscheint es ganz gut möglich zu sein, daß uns ein solcher Schrecken binnen eines einzigen Jahrhunderts auf den Hals kommt.“

Und schließt sein Vorwort mit den Satz:

„Du zahlst dein Geld und hast die Wahl.“

Gender in der Kita!
(Eva Herman am 20.März 2010)

Zu den Frauen, die sich mit der Problematik des Gender-Mainstreaming befassen, gehört neben Inge Thürkauf und Gabriele Kuby auch Eva Herman. Sie schreibt in einem Aufsatz: In diesem Jahr 2010, also 61 Jahre nach dem Vorwort von Huxley:

„Die Sexualisierung bei Kindern treibt seit einigen Jahren aufgrund des Gender Mainstreaming grausige, eine ganze Gesellschaft verändernde Blüten. Kindern werden inzwischen an zahlreichen Schulen im „Gender“-Unterricht – ein neues Fach – die verschiedenen Möglichkeiten der Geschlechterausübung nahegebracht. Sie sollen von dem bisher herrschenden „stereotypen“ Bild des Mannes und der Frau weggelenkt werden, vielmehr lernen sie nun, dass es weder ein festes männliches, noch ein festes weibliches Geschlecht gibt, sondern dass dazwischen noch viele Möglichkeiten wie Bi-, Homo- oder Transsexualität herrschen, die durchaus normal seien. Auch dass die jeweiligen Neigungen wechseln können, lernen die Schüler im Unterricht, und dass dies alles ebenso ganz normal sei.

Inzwischen schreckt man nicht mehr davor zurück, die Geschlechterabschaffung bereits in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen umzusetzen, frei nach dem sozialistischen Kampfkonzept: Je früher das Gehirn gewaschen wird, desto leichter funktioniert auch später das Umerziehungsprogramm! Ein bereits früh gegendertes Kind wird wie selbstverständlich einmal davon ausgehen, dass es Mann und Frau nicht gibt! Sondern dass die Angebotspalette bunt und viel größer ist!“

Die Vermittlung der Freizügigkeit in der Geschlechterwahl gilt derzeit für deutsche wie europäische Kindergärten. Im Online-Handbuch für Kindergarten-Pädagogik heißt es unter anderem:

„Im Kindergarten müssen wir sowohl unsere eigene Geschlechtssozialisation bedenken als auch überlegen, welche Bedürfnisse Jungen und Mädchen äußern (auch nonverbal!) und dann auf diese Bedürfnisse eingehen. Dies beginnt mit der Reflexion über die eigene Sozialisation, macht sich an Personen fest, die hier mit Jungen und Mädchen arbeiten, und hört nicht zuletzt bei der Raumgestaltung auf, die darauf hin abgestimmt werden muss, welche Bedürfnisse Jungen und Mädchen in Bezug auf Spielräume haben. Der klassische Kindergarten mit Bauecke und Puppenecke in jedem Gruppenraum sollte überprüft werden. Funktionsräume sind für die individuellen Bedürfnisse von Kindern besser geeignet, vor allem auch in Bezug auf Gender-Thematik. Dort hat man festgestellt, dass Jungen und Mädchen Räume nicht geschlechtsspezifisch, sondern interessenbezogen nutzen.

Was heißt das im Klartext? Ganz einfach: Dass es das typische Verhalten eines Mädchens oder eines Jungen eben auch nicht mehr geben soll.“

Abschließend noch 2 Absätze aus diesem Aufsatz von Eva Herman:

„In einer umfassenden Dissertationsarbeit der Uni Tübingen heißt es zu Gendermaßnahmen in Kitas unter anderem: “Bei der Genderperspektive muss daher der Blick von der geschlechtstypischen Betrachtung weg zur Vielfalt der Ausprägungen von Begabungen, Interessen und eigenen Selbstverständnissen gelenkt werden, um das eigene Verständnis seines Selbst und seiner Selbste zu ermöglichen. Geschlechtliche Identität kann deshalb nur in einer Pluralität und einem sich wandelbarem Verständnis von ‚Gender’ gesehen werden.

« –»Individuum, Identität, das Verhältnis von Leib/Körper und Person oder Seele, die neuere Ineinssetzung von Psychischem und Gehirn, all das steht zur Debatte, es kann nicht weiter so gedacht werden wie bisher.“

„Wer zudem die derzeitigen politischen Bemühungen beobachtet, dass nämlich Kinderrechte von fast allen übrigen Parteien partout und unbedingt im Grundgesetz festgeschrieben werden sollen, damit u.a. das Recht eines Kindes auf „frühkindliche Bildung“ gewährleistet wird, muss erkennen, dass in Wahrheit damit nur ein einziges Ziel verfolgt und somit auch erreicht wäre: Der gesetzlich vorgeschriebene Krippenaufenthalt! Krippenpflicht! Und das bedeutet Zwangs-Genderisierung für ALLE Kleinkinder! Kinderrechte sind durch die Menschenrechte automatisch und längst im Grundgesetz verankert! Allerdings nur unter dem Aspekt, dass man Kinder auch als Menschen betrachtet!“

Sprachwandel

Das Wort „Mutter“, so heißt es in der schönen Neuen Welt, ist obszön und treibt einen die Schamröte ins Gesicht. Erinnern wir uns an die Achtundsechziger und linken Grünen der frühen 80er Jahre, da wurden Vater und Mutter mit einem Mal mit dem Vornamen angesprochen. Die eine Mutter wurde ausgetauscht gegen die vielen Lenas, Inges, Gerlindes. Es war „in“ und galt als schick, sich vom eigenen Kind mit dem Vornamen anreden zu lassen. Wir dachten zunächst, das sei eine vorübergehende Modeerscheinung. Das war falsch. Es stand dahinter ein Programm.
(„Linke“ Grünen, weil es in der Anfangszeit der Grünen auch rechte Grüne gab, Wertkonservative von Erhard Eppler genannt, die jedoch bald ausgebootet wurden.)

Natürlich machten das viele Eltern nicht mit. Auffällig war nur, daß besonders auch bei Intellektuellen diese linke Masche übernommen wurde.

Dann folgte der nächste Schritt: Lehrer, Schüler, Künstler oder Politiker usw., waren zunächst nichts anders als eine geschlechtsneutrale Berufsbezeichnung. Die Aufgabe des Politikers ist es, für das Wohl des Volkes zu sorgen. Ein solcher Satz war für die Feministinnen eine unerträgliche Bevorzugung des männlichen Geschlechtes. Es entstand, von den Grünen eingeführt, die Schreibweise mit dem großen I in der Mitte des Wortes: PolitikerInnen. Auch da noch dachten viele von uns, das ist eine vorübergehende und absurde Modeerscheinung.

Die Abtreibung wurde faktisch legalisiert, man könnte sagen, obgleich es die Pille gab, die doch ungewollte Schwangerschaften verhüten sollte. Ein Lebenspartnerschaftsgesetz ermöglichte die Homo-Ehe um die Jahrtausendwende und die Prostitution wurde schließlich als sozialversicherter Beruf anerkannt.

Grundlage dieser letztgenannten Neuerungen ist die Verabschiedung des Antidiskriminierungsgesetzes oder auch Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz 2006.

Dahinter steht die Ideologie von Gender-Mainstreaming. Schauen wir uns dieses Wort einmal etwas genauer an.

Es ist englisch. Im Englischen gibt es für das Wort Geschlecht zwei Ausdrücke: Handelt es sich um das biologische Geschlecht, also männlich – weiblich, Mann und Frau, dann spricht man von „sex“, nicht im Sinne von sexuellem Kontakt, wie heute vielfach damit verknüpft.

Handelt es sich um das grammatikalische Geschlecht: Maskulin, Feminin, Neutrum, dann spricht man von „gender“. Diese Unterscheidung fehlt uns im Deutschen. Während das biologische Geschlecht polar ist: Mann – Frau, geht das grammatikalische Geschlecht über diese Zweiheit hinaus.

Interessant ist, daß es im Schwedischen sogar 4 grammatikalische Geschlechter gibt: Maskulin, Feminin, Neutrum und eine vierte Form, die sich Reale nennt. Diese bezieht sich auf Wörter, die z.B. das a der Femininendung haben, wie z.B. klocka – Uhr, aber eben nicht weiblich sind. In einem weiterführenden Satz würde dann nicht das Personalpronomen sie (hon) verwendet, sondern das geschlechtsneutrale Pronomen „den“.

Auch im Schwedischen wäre es unmöglich, das Wort für das biologische Geschlecht auf die grammatikalische Bezeichnung anzuwenden, wie engl. sex.

Dies nur ein kleiner Ausflug in die Sprachwissenschaft, um zu zeigen, wie ungleich schon die so nah verwandten Sprachen englisch, schwedisch und deutsch sind.

Im Rheinischen Merkur vom 15. Oktober 2009, wird darauf hingewiesen, daß in englischsprachigen Gesetzesentwürfen bereits er und sie ersetzt werden durch das völlig unlogische Pluralpronomen they und their. Also z.B.: Der Mann trägt die Tasche unter ihrem Arm, statt unter seinem Arm. Das gelte vor allen Dingen für USA und Australien. In Spanien wird in den Geburtsurkunden nicht mehr nach dem Namen von Vater und Mutter gefragt, sondern es ist in den Fragebogen einzutragen „Progenitor A und B“. Dergleichen geschieht, um die Worte Vater und Mutter zu vermeiden.

Diese ganzen Abwegigkeiten basieren auf Gender-Mainstreaming, wobei das Mainstreaming nahezu unübersetzbar ist. Es heißt eigentlich „hauptsächliche Bewegungsrichtung“. In der kirchlichen Umschau vom Juni 2010 wird auf folgenden Übersetzungsversuch hingewiesen: „Integration der Gleichstellungsperspektive“ oder „durchgängige Gleichstellungs- orientierung“. In jedem Fall ist die „Hauptströmung“ in die das Ganze zielt, nichts anderes, als die Aufhebung der Zweigeschlechtlichkeit.

Gegen Natur und Gott: Der Gender-Mensch

Eine Vordenkerin der Gender-Theorie, Judith Butler hält für möglich: „In Zukunft könne es also auch 3, 5 oder auch 50 Geschlechtsidentitäten geben“.

Man darf wohl davon ausgehen, daß hier mit Absicht ein unverständliches Wort gewählt wurde, das, wie z.B. Sexshop nicht einfach mit Geschlechtsladen übersetzt werden kann, so auch hier ein nahezu unübersetzbarer Begriff für ein widernatürliches Programm.

„Gender-Mainstreaming ist die Strategie der UN, der EU und der Einzelstaaten, Deutschland an vorderster Front. Die Bevölkerung weiß nichts davon, nicht einmal die intellektuelle Elite akademisch gebildeter Zeitungsleser. In den Medien hört man nur das Herrjemine über die Folgen: Die Leistungen der Kinder fallen ab, sie werden lernresistent, ständiger Krawall im Klassenzimmer und auf dem Pausenhof, Gewalt unter Schülern, Gewalt gegen Lehrer, sexuelle Gewalt unter Minderjährigen. Ach ja und die Geburtenrate……“

so Gabriele Kuby in ihrem Büchlein „Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen, Seite 55.

 

Lieber Leser, sagen Sie nicht, das ist alles so abartig, das wird sich von selbst wieder abschaffen. Leider erkennt das auch die Gegenseite. Sie hat Vorsorge getroffen, daß ihre „befreiende Erfindung“ nicht so schnell wieder verschwinden kann. So wurde im Januar 2006 eine Entschließung B6-0025/2006 zur Bekämpfung der „Homophobie“ unter Berufung auf die Menschenrechtsverpflichtungen verabschiedet. Auch dieses Wort ist eine Neuschöpfung, die sie z.B. im Fremdwörterlexikon von 1974 nicht finden. (Es wäre aufschlußreich, zu erfahren, ob in einer neuen Ausgabe des Duden-Fremdwörterbuches dieses Wort inzwischen aufgenommen wurde.)

Homo aus dem Griechischen heißt „gleich“ (homo, humanus aus dem Lateinischen ist das Wort für Mensch). „phobie“ bedeutet krankhafte Ängstlichkeit. Es ist also mit diesem Wort die Abneigung gegen alles Widernatürliche im Geschlechtsleben gemeint. Das aber wird in dieser Entschließung und auch den daraus abgeleiteten Einrichtungen gleichgesetzt mit: Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus, und das ist – wie wir ja wissen – strafbar.

Wenn etwas Ungewohntes, Widernatürliches politisch eingeführt und durchgesetzt werden soll, dann wird ein verklausuliertes Gesetz erlassen, welches das Festhalten an bisher Gültigem zu einer strafbaren Handlung macht, wobei das Strafmaß von einer Geld- bis zu einer Gefängnisstrafe reicht.

Nehmen wir das Beispiel Homosexualität: Vorgestern war diese noch strafbar, sie galt als widernatürlich und mit dem Auftrag Gottes „geht hinaus in die Welt und mehret Euch“ unvereinbar. Im Duden-Lexikon von 1966 heißt es noch:
„In der Bundesrepublik ist eine sexuelle Betätigung unter Männern unter Strafe gestellt.“
Auch die Tötung von ungeborenem Leben galt bis gestern noch als ein Mord und war daher strafbar. Sie wird zwar immer noch als Unrecht angesehen, ist aber straffrei. So fallen Hunderttausende von ungeborenen Menschen jährlich diesem straffreien Mord zum Opfer. Doch als Kardinal Meissner in Köln vom „Baby-Holocaust“ sprach, erhob sich lautes Geschrei und der Zentralrat der Juden verlangte eine Entschuldigung. Kardinal Meissner entschuldigte sich.

Wir werden hier an andere Gesetze erinnert, die etwas Selbstverständliches, etwas im Grundgesetz fest Verankertes, aufheben. Ich erinnere nur an den § 130, StGB, Volksverhetzung. Dieser stellt die freie Forschung, in diesem Fall die Erforschung der jüngeren deutschen Geschichte und des Holocaust, unter Strafe.

Kehren wir wieder zurück zur Homophobie, die Homosexualität nach wie vor ablehnt. Sie äußere sich „im privaten und öffentlichen Bereich, in Haßreden und dem Aufruf zu Diskriminierung und werde mit der religiösen Freiheit verschleiert“. So zu lesen in der Entschließung von 2006.

So ist es nicht weiter verwunderlich und die logische Folgerung aus dieser Gender-Mainstreaming-Politik, daß mit allen Mitteln die Homophobie bekämpft wird und für diesen Kampf, entsprechend dem Kampf gegen Rechts, werden großzügig finanzielle Mittel bereit gestellt.

Da insbesondere in der islamischen und christlichen Religion solche widernatürlichen Geschlechtspraktiken verboten sind und als Sünde gelten, ist der Kampf gegen Christentum und Islam von den Gender-Menschen vorprogrammiert. Weil der Kampf gegen Moslems, die noch als eine zu schützende, andersrassige Minderheit von den Befürwortern des Gender-Mainstreaming angesehen werden als Rassismus mißverstanden werden könnte, gilt der Kampf zunächst vornehmlich den deutschen Christen, und darunter wieder insbesondere der katholischen Kirche, die als einzige – wenn auch halbherzig – sich gegen diese Auflösung aller natur- und gottgegebenen Grundlagen des menschlichen Lebens wehrt.

Aus dem Programm des Ökumenischen Kirchentages

In der FAZ-Sonntagszeitung vom 11. April 2010 lesen wir eine Darstellung von Lorenz Jäger:

„Vom 12. bis zum 15. Mai findet in München der Ökumenische Kirchentag statt. Er steht unter dem Leitwort „Damit ihr Hoffnung habt“. Welche Fragen beschäftigen die Kirchen heute? Das Programmheft erlaubt erste Schlußfolgerungen. In der Hoffnungskirche können wir an einem „Ökumenischen Queergottesdienstes“ unter dem Titel „LesBI-Schwul mit guter Hoffnung“ teilnehmen. Wer damit Probleme hat, mag sich über „Christliche Homophobie“ belehren lassen und bei der „Vigil für die Opfer der Homophobie“ innerlich Einkehr halten.

„Heike Immel, Pfarrerin in München trägt vor: Gesegnet auf gemeinsamen Wegen. Kirchliche Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“. Das Programm ist abwechslungsreich und bietet auch Cineasten etwas, zum Beispiel den Film „Homosexuell und christlich – das geht?!“. Oral History gibt es bei „Gefangenen im falschen Körper – Transsexuelle erzählen“. Der Vortrag Sexualität und Spiritualität“ mit anschließendem Workshop wird ausgerichtet von Wolfgang Perlak von der Gruppe Homosexuelle und Kirche. Am nächsten Tag folgen Berichte über Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Wer Autorenlesungen schätzt, wird sich Rainer Hörmann nicht entgehen lassen. „ Samstags ist ein guter Tag zum Schwulsein“.

Ein „Netzwerk kath. Lesben“ bietet unmittelbar im Anschluß den Frauenwordshop „Coming-Out als Kreuz-ung. Gott liebt mich – Ich liebe eine Frau“. Das Kirchentagsmotto selbst findet ein hübsches Echo in dem Vortrag „Damit ihr Hoffnung habt – zum Verhältnis von transidentem (transsexuellem/transgender) Leben und der Kirche“, in dem wir Mari Günther aus Berlin hören werden, die sich als „Systemische Therapeuten und Väterin“ vorstellt. Ja Väti, gern! Es folgt – ein Mittagsgebet, wahr und wahrhaftig.

Danach ist man gestärkt für authentische Erfahrungsberichte in der Veranstaltung „Que(e)r durch Europa – Let our voices be heard! Christliche Lesben erzählen ihre Geschichte“. Gilt es doch auch eine besondere „Lesbische Spiritualität“ kennenzulernen. „Aus dem Schrank in die Vitrine“ ist ein rätselhafter Titel; immerhin sagt die Unterzeile, worum es geht: „Lesben schreiben ihre eigene Kirchengeschichte“. Der Brief des Paulus an die Römer wird als „Das Seufzen der Schöpfung und die Hoffnung der Lesben“ „feministisch-lesbisch que(e)rgelesen“.

In zwei Teilen findet zum Thema „Lesbisch, schwul- und du? Ein Coming-out-Workshop statt. Bitte auch notieren: „Lesben und Schwule im Alter“. Dazu eine Fotoausstellung „Die Verzauberten – Gesichter und Geschichten alter schwuler Männer“. Ob man dann zum „Jugendfrühstück für Lesben, Schwule und ihre Freunde“ gehen wird? Es mag Leser geben, die uns vorwerfen, wir hätten das alles erfunden. Ihnen müssen wir sagen, daß sie unsere Phantasie weit überschätzen. Verantwortlich zeichnen vielmehr Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der evangelische Mediziner und Ethiker Eckhardt Nagel.“

Lieber Leser, erkundigen Sie sich doch einmal bei Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken oder auch bei Eckhardt Nagel, der evangelischer Mediziner und Ethiker ist. Vielleicht können diese Herren Ihnen einen zusammenfassenden Bericht über den Ökumenischen Kirchentag zukommen lassen.

In der Jungen Freiheit Nr. 15/2010 finden Sie folgenden Leserbrief:

„Hohe Mißbrauchsneigung bei Homosexuellen
In den Darstellungen zum sexuellen Mißbrauch in verschiedenen Einrichtungen wird immer noch übersehen, daß es sich bei den jetzt bekanntgewordenen Fällen von Pädophilie bzw. sexuellem Mißbrauch in katholischen (zölibatären) Einrichtungen mehrheitlich um pädophile Straftaten homosexueller Männer handelt. Auch in nichtkirchlichen Einrichtungen wie Internaten waren es zuallermeist homosexuelle Männer, die pädophile Straftaten begingen. So waren in der hessischen Odenwaldschule 60 Prozent der mißbrauchten Kinder Jungen.

Tatsächlich decken sich die diskutierten Fälle homosexueller Pädophilie mit allen wissenschaftlichen Fakten. Insgesamt ist nach einer Analyse von 19 Einzelstudien die Wahrscheinlichkeit, ein Kind sexuell zu mißbrauchen, bei homosexuell Lebenden zwölfmal höher als bei heterosexuell Lebenden (Deutsches Ärzteblatt 2009).

Da der jetzt aufgedeckte homosexuelle (Kindes-) Mißbrauch auch in nicht-christlichen Einrichtungen stattfand, in denen keine Aussonderung Homosexueller erfolgt, sollte klar sein, daß es sich nicht um ein Problem der Kirchen, sondern um ein Problem der Psychiatrie und der Politik handelt, die Homosexualität trotz ihrer hohen Pädophilie-Neigung gegen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse für normal erklärt haben.
Gez. Michael Schröter-Kunhardt, Facharzt für Psychiatrie“

Folgen für die Kindesentwicklung

Noch haben wir nicht das „Entkorken aus der Flasche“ wie Huxley die zukünftige „Geburt des Menschen“ schildert. Noch werden bei uns die Kinder von der Mutter entbunden, aber schon frei nach Wunsch entweder im natürlichen Geburtsvorgang oder durch Kaiserschnitt. Doch die Mutter-Kind-Bindung, die für eine gesunde Entwicklung des Kindes so wichtig ist, die wird mehr und mehr verkürzt oder abgebaut, denn alles zielt auf eine immer kürzere Berufsunterbrechung der jungen Mutter hin und eine immer frühere Übergabe der Kleinstkinder an Krippen.

Schon in den Sechziger Jahren hörten wir in Vorträgen von Erziehungswissenschaftlern und Kinderärzten, daß die ersten 3 Lebensjahre eines Kindes ausschlaggebend sind für seine spätere soziale Verhaltensweise. Diese entwickelt sich in der liebevollen und auch aufopferungsbereiten Hingabe der Mutter an ihr Kind.

Tschechische Kommunisten begannen zu dieser Zeit zuzugeben, das ihre allgemein durchgeführte Krippenbetreuung der Kleinstkinder diesen in ihrer Entwicklung Schaden zufügt.

Aristoteles nannte den Menschen ein „zoon politikon“ also ein auf Gemeinschaft veranlagtes Wesen. Diese Zuordnung wird bereits in den besonderen Umständen des Eintritts in das Leben deutlich. Der Anthropologe Adolf Portmann macht darauf aufmerksam, daß aufgrund seiner vergleichenden Untersuchung zur Embryonalentwicklung von Tier und Mensch es ihm erkennbar wurde, daß jeder Mensch ein Jahr zu früh geboren wird. Diese „permanente Frühgeburt“, wie Portmann das nennt, ist nicht mit der bekannten Anomalie zu verwechseln. Sie ist eine allgemein menschliche Erscheinung. Mit dem Maßstab der tierischen Entwicklung gemessen, müßte jeder Mensch bedeutend länger ausgetragen werden. Alle anderen höheren Säugetiere sind bereits wenige Stunden nach der Geburt in der Lage, auf ihren Beinen – wenn auch noch wackelig – zu stehen und nach wenigen Tagen sich das Euter der Mutter und bald auch anderes Futter selbständig zu suchen. Das neugeborene Menschenwesen braucht ein ganzes Jahr dazu, um sich endlich frei aufrichten zu können. Doch auch dann ist das Kind noch jahrelang auf Zuwendung, Hilfe und Pflege anderer angewiesen. Das geschieht in der Familie und bisher vornehmlich durch die Mutter.

Die bekannte Jugendpsychologin Christa Meves untersucht in ihrem Buch „Geheimnis Gehirn“ warum Kollektiverziehung und andere Unnatürlichkeiten für Kleinkinder schädlich sind. Erschienen 2005.

Gabriele Kuby weist in ihrem kleinen Bändchen „Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen“ in einem Abschnitt „Bindungsschäden“ darauf hin, daß selbst bei der besten Krippenbetreuung, auch wenn eine Betreuerin nur für 3 – 4 Kleinstkinder zuständig ist, es sich nie um einen gleichwertigen Ersatz der Mutter und der Familie handeln kann. Sie führt weiter aus, wie das Kleinkind „in der Kleingruppe“ um seinen Platz kämpfen muß. Spätestens nach 2 Jahren Krippe und unter den besten Bindungsbedingungen an eine fremde Person, wird diese Bindung durchtrennt. Bis das Kind 3 Jahre alt ist, hat es bereits 2 Mal Trennung durchlitten: Von der Mutter und von der Ersatzperson.

In dem umfangreicheren Buch „Die Gender-Revolution“ behandelt Gabriele Kuby zwei entscheidende Fragen:
Erstens „cui bono“ – wem nutzt es? Und Zweitens: Wieso gab und gibt es keinen Widerstand?

Zu 1.
Es nutzt weder den Betroffenen – wie dargestellt – noch auch der Volksgemeinschaft. Seit Einleitung dieser Politik einer sexuellen Revolution durch die Anti-Baby-Pille hat sich die durchschnittliche Geburtenzahl pro Frau halbiert von 2,4 auf 1,4 Kindern. Es läßt jeden Ansatz eines logischen Denkens vermissen, wenn zum Schrecken der Politiker das Volk vom Geburtenschwund bedroht ist und gleichzeitig Homosexualität gefördert und Abtreibung staatlich zugelassen und finanziert werden.

Zu 2.
Der Hauptgrund für den fehlenden Widerstand ist höchstwahrscheinlich das Gesetz, das unter Strafe jede Diskriminierung verbietet. Als Diskriminierung gilt aber bereits – wie oben ausgeführt – wenn die Familie im alten Sinne und die Heterosexualität für besser erklärt wird als die neue Gender-Politik, oder auch, wenn man seine Kinder vor dem Gender-Unterricht mit all seinen obszönen Praktiken bewahren möchte.

Deutschland ist in der EU das einzige Mitgliedsland, in welchem es verboten ist, die eigenen Kinder bis zum zwölften Lebensjahr zu Hause zu unterrichten. Statt dessen wird bei uns den Eltern das Sorgerecht entzogen, wenn sie sich diesem Gesetz nicht beugen: wenn sie, z.B. Gender-Unterricht und Sexualaufklärung bereits für neunjährige Kinder ablehnen und desgleichen die immer wieder ausartenden Klassenfahrten. Die Eltern werden dann zunächst verwarnt, dann wird ihnen eine Geldstrafe angedroht und schließlich verhängt, wenn sie auch das verweigern, werden sie inhaftiert, erst der Vater, dann die Mutter, damit immer ein Elternteil zu Hause ist!!

So ist es kein Wunder, daß immer mehr besorgte Eltern auswandern und zwar gerade diejenigen, die besonders verantwortungsbewußt und fürsorglich für ihre Kinder handeln. Der Volksgemeinschaft wird somit schwerer Schaden zugefügt.

Schon Siegmund Freud wußte, daß Frühsexualisierung die geistige Entwicklung des Kindes behindert. Er formulierte ganz allgemein, daß Kultur entsteht durch Sublimation des Sexualtriebes, das heißt, durch den Verzicht auf Triebbefriedigung. Der englische Anthropologe J.D. Unwin untersuchte diese These in seinem großen Werk „sex and culture“ und kommt zu dem Ergebnis, daß zivilisierte Kulturen sich dadurch auszeichnen, daß sie neben der vorehelichen Keuschheit auch auf absoluter Monogamie bestehen. Wörtlich sagt er:

„Die Begrenzung der sexuellen Triebbefriedigung muß als die Ursache des kulturellen Fortschritts betrachtet werden“ (Unwin, S. 317)

Der selbstbeherrschte, selbständig denkende Mensch ist weniger leicht zu verführen und zu manipulieren. Er ist in der Lage, sich dem totalitären Herrschaftsanspruch zu entziehen, ja zu widersetzen. Hier nähern wir uns der Antwort auf die Frage „cui bono?“

Es gibt noch einen weiteren, schwerer zu durchschauenden Grund, für die Möglichkeit der Einführung von Gender-Mainstreaming, obgleich die Mehrheit der Deutschen (vielleicht in Zukunft DeutschInnen zu schreiben – wenn wir das weiter zulassen!) das noch ablehnt.

Obgleich wir im Zeitalter der Bewußtseinsseele (wie Rudolf Steiner unsere Zeit nennt) leben, ist es der Mehrheit der Menschen nicht bewußt, warum die Jahrhunderte lang aus dem Gefühl und der überkommenen Sitte gepflegte Lebensweise für richtig gehalten wurde, und daher sieht sie sich nicht in der Lage, die pseudowissenschaftlichen Begründungen der Gender-Befürworter widerlegen zu können. Hinzu kommt die gegenwärtige Betonung der übersteigerten Ich-Bezogenheit. Der Mensch will – und soll – sich selbst verwirklichen: In esoterischen Zirkeln, in der Love-Parade, im Yoga und gesundheitsbewußtem Leben. Das heißt, er wird mit Erfolg abgelenkt von der Tatsache, daß er immer noch ein „ zoon politikon“ ist, ein auf Gemeinschaft angelegtes Wesen und eine zu entwickelnde Persönlichkeit, was nur innerhalb einer Gemeinschaft mit deren Sprache und Zuwendung möglich ist.

Diese Tatsache tritt mehr und mehr in den Hintergrund, ja, sie wird bewußt ignoriert. Das beste Beispiel dafür ist es, daß in den Sozialwissenschaften, bei denen es sich ja um Gruppen und Gemeinschaftsbildungen handelt, die älteste und größte Gemeinschaft: die Sprachgemeinschaft – gleich Volk nicht vorkommt.

Ursula Haverbeck

Weiterführende Literatur

Aldous Huxley, Schöne neue Welt
Taschenbuch 66. Auflage: Oktober 2009 dieses enthält das vollständige Vorwort aus dem Jahre 1946

Gabriele Kuby, Die Genderrevolution
Relativismus in Aktion 4. Auflage 2008

Gabriele Kuby, Verstaatlichung der Erziehung Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen  5. Auflage 2008

Aus diesen beiden Büchern wurden die Zitate von Gabriele Kuby entnommen.

Eine wichtige Ergänzung wäre es aber, sich von den Schulbehörden etc. die gegenwärtig bereits vorliegenden Lehrpläne zu diesem neuen Gender-Unterrichtsfach zu besorgen.

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